Ein intensives Duell und ein emotionaler Schlüsselmoment prägten den Auftritt von SPG SK/ATSV Vorwärts Steyr gegen Sportunion Hofkirchen im Traunkreis in der 1. Klasse Ost. Trainer Manuel Schönberger sprach nach dem 2:2 offen über die entscheidenden Phasen und stellte die Gerechtigkeit des Ausgangs infrage: „Nein.“ Der Knackpunkt aus seiner Sicht war eine Unterzahlsituation kurz vor der Pause, die den Matchplan veränderte und die Kräfteverhältnisse in der zweiten Halbzeit verschob. In einem Spiel, das er selbst als Spitzenspiel empfand, entwickelte sich trotz Unterzahl ein offener Schlagabtausch mit späten Toren und einer dramatischen Schlussphase samt sechs Minuten Nachspielzeit.

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„Wir haben circa in der fünfunddreißigsten, vierzigsten Minute eine rote Karte bekommen, wo man mit Fingerspitzengefühl eventuell keine rote Karte gibt, und haben ab diesem Zeitpunkt zu zehnt weitergespielt.“ Tatsächlich sah Jetmir Rama in der 43. Minute Rot. Bis dahin lagen die Steyrer durch einen Treffer von Robin Mayrhofer in der 30. Minute mit 1:0 in Front und nahmen diese Führung auch mit in die Halbzeit. Die Unterzahl prägte fortan jeden Zweikampf und jede Entscheidung auf dem Platz, der Fokus verschob sich auf Kompaktheit und Effizienz im Umschaltspiel.
Auf die neue Lage reagierte Schönberger klar: „Ja, wir wollten zweite Halbzeit natürlich ein bisschen defensiver agieren und auf Konter spielen. Das ist uns phasenweise gelungen, aber leider haben wir den Ausgleich bekommen.“ Der kam in der 58. Minute durch Manuel Mitterndorfer zum 1:1. „Natürlich hatte zweite Halbzeit Hofkirchen mehr Ballbesitz, aber durch Nadelstiche waren wir immer gefährlich.“ In der Folge drehte Maté Vancsa in der 86. Minute auf 1:2 für Sportunion Hofkirchen im Traunkreis – die Partie blieb jedoch offen.
Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Albin Dzafic stellte in der 89. Minute auf 2:2. „Nach dem 2:2 hatten wir eine Großchance, unser Stürmer bricht durch, überlistet den Torhüter und schießt an die Latte.“ Für die finale Drangphase stellte Steyr um: „Wir haben auf eine Dreierkette umgestellt und wollten unbedingt den Sieg erringen.“ Insgesamt standen 96 Minuten auf der Uhr, inklusive sechs Minuten Nachspielzeit. Zur Intensität fasste Schönberger zusammen: „Beides. Man hat gemerkt, dass es ein Spitzenspiel war.“ Mit Blick nach vorn sagte er: „Mir werden einige Spieler durch gesperrte fünfte gelbe Karte oder rote Karte nicht zur Verfügung stehen, aber wir werden dorthin fahren, um zu gewinnen.“