Nach dem Auswärtsspiel beim ATSV Malerei u. Fassaden Stein in der 1. Klasse Ost ordnet der Sportliche Leiter von Union Ried im Traunkreis, Ernst Angerer, die Gefühlslage ein. Aus seiner Sicht war die Partie zunächst offen: „Das Spiel war in der ersten Halbzeit spannend, es gab auf beiden Seiten Chancen.“ Zugleich überwiegt Zufriedenheit – mit Nuancen: „Der Sieg insgesamt geht für Ried in Ordnung. Vielleicht ist er etwas zu hoch ausgefallen.“ Eine ausgeglichene erste Hälfte, ein klarer Umschwung nach der Pause und ein auffälliger Doppeltorschütze prägten das Bild eines am Ende deutlichen 5:0-Erfolgs.
Angerer beschreibt ein Duell mit zwei Gesichtern: „Die erste Halbzeit war eher ausgeglichen. In der zweiten Halbzeit konnte Ried das Spiel an sich reißen und somit auch verdient gewinnen.“ Entscheidend waren Klarheit und Konsequenz nach dem Seitenwechsel, mit denen Ried das Tempo vorgab, die Kontrolle übernahm und den Sieg souverän nach Hause brachte.
Bei der Frage nach dem prägenden Akteur fällt für Angerer ein klarer Name: „Ich denke, Simon Kiesenhofer mit seinem zweiten Tor, das er wunderbar gemacht hat, gilt als Man of the Match dieses Spiels.“ Taktisch sah er vieles bestätigt: „Die Verteidigung konnte die Angriffe entschärfen. Im Sturm sind wir immer draufgegangen und haben Stein das Herausspielen schwer gemacht und dadurch mehrere Torchancen kreiert und konsequent genutzt.“ Die Kombination aus aggressivem Anlaufen und stabiler Absicherung gab Ried nach der Pause die volle Kontrolle.
Angerer lobt die Atmosphäre in Stein: „Ein Lob an den ATSV Stein, eine sehr faire Mannschaft – auch vom Vorstand her ein herzliches Dankeschön. Wir kommen gerne wieder.“ Personell bleibt die Lage positiv, wenngleich nicht alle sorgenfrei durchkamen: „Tomas Trneny ist angeschlagen, aber ansonsten können wir aus dem Vollen schöpfen.“ Unterm Strich steht ein klarer 5:0-Auswärtssieg, der nach der Pause deutliche Konturen bekam – auch wenn er aus Angerers Sicht „vielleicht etwas zu hoch“ ausfiel.