Später Ausgleich, viel Kampf und klare Worte: Für Dietmar Gruber und Union Ried im Traunkreis fühlte sich das 1:1 gegen Sportunion Wartberg an der Krems in der 1. Klasse Ost wie ein hart erkämpfter Punkt an. „Der Schiedsrichter war heute sehr gut. Er hatte das Spiel super im Griff“, lobte der Trainer – und sprach von einer intensiven, kampfbetonten Partie mit zahlreichen Zweikämpfen und Fouls. Beim Ballbesitz sah Gruber ein ausgeglichenes Bild (circa 50:50), insgesamt jedoch Vorteile für Wartberg.

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Die Dramaturgie kulminierte in der Schlussphase: In der 83. Minute ging Wartberg mit 1:0 in Führung – Torschütze war Filip Pavlovic. Ried antwortete spät, aber eiskalt: Peter Sperrer stellte in der 90. Minute auf 1:1. Beide Treffer fielen nach Standardsituationen, passend zum physischen, engen Charakter des Spiels. Wartberg kam zudem zu vielen Eckbällen, die Ried zumeist entschärfte.
Rieds Sicherheitsnetz trug den Namen Sandor Nagy. Der Torhüter parierte mehrfach stark und hielt seine Mannschaft im Spiel. „Sandor Nagy war mit Abstand heute der Beste am ganzen Feld“, unterstrich Gruber. Auch die Chancenverteilung passt zu dieser Einordnung: Ried hatte zwei, drei gute Möglichkeiten, Wartberg kam auf fünf, sechs aussichtsreiche Abschlüsse – die Nagy vereitelte. Unterm Strich stand ein schwer erarbeiteter Zähler.
Taktisch sah Gruber Fortschritte im hohen Pressing: „Unser Ziel ist es immer, den Gegner hoch zu pressen – das hat in der 1. Halbzeit nicht so gut funktioniert, in der 2. Halbzeit dann wesentlich besser.“ Für die kommende Aufgabe wird die Personallage jedoch kniffliger: Simon Kiesenhofer fehlt gesperrt. Der Auftrag an die Mannschaft bleibt klar: vorne attackieren, Zweikämpfe annehmen und konsequent gegen den Ball arbeiten. „Es heißt kämpfen, kämpfen, kämpfen. Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben und die 30-Punkte-Marke knacken.“