Gefasst und anerkennend ordnete Co-Trainer Christian Napokoj den Auftritt von Waldneukirchen gegen Ried im Traunkreis ein. „Ried im Traunkreis ist aktuell in Hochform und hat eine unglaubliche Mentalität bis zum Schlusspfiff – das zeichnet sie aus“, sagte er nach dem Spiel in der 1. Klasse Ost. In einem kampfbetonten, aber fair geführten Duell sah er eine starke erste Hälfte seiner Mannschaft, den Knackpunkt kurz nach der Pause und anschließend die größere Wucht des Gegners.

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Waldneukirchen erwischte den besseren Beginn und setzte früh ein Ausrufezeichen: In der 8. Minute brachte Dominik Kornhuber die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Bis zur Pause blieb das Spiel intensiv, zweikampfbetont und dennoch fair. Napokoj fasste die Phase so zusammen: „Es war ein kampfbetontes, aber faires Spiel.“ Im Zentrum neutralisierten sich beide Seiten über weite Strecken, Waldneukirchen ließ defensiv „gar nichts“ zu und kam zu „zwei, drei guten Offensivmomenten“. Zur Halbzeit stand es 1:0 – ein Zwischenstand, der die stabile erste Hälfte der Hausherren widerspiegelte.
Gleich nach Wiederbeginn kippte die Partie. „Die Begegnung ist Anfang der zweiten Halbzeit nach einem individuellen Fehler gekippt“, erklärte Napokoj. In der 53. Minute fiel das 1:1 durch ein Eigentor von Florian Gegenleitner – ein Einschnitt, der Ried im Traunkreis spürbar Auftrieb gab. Die Gäste übernahmen zunehmend die Initiative und belohnten sich spät doppelt: Leon Covic traf in der 80. Minute per Kopf nach einem Eckball zum 1:2 und erhöhte kurz darauf per Elfmeter (82.) auf 1:3. Ried habe das Geschehen „an sich gerissen“ und „am Ende verdient gewonnen“, so Napokoj, der den Doppeltorschützen als prägenden Faktor hervorhob.
Im Gesamtbild sah Napokoj keinen einseitigen Schlagabtausch: „Die Spielanteile würde ich ausgeglichen einschätzen.“ Für die eigene Weiterentwicklung formulierte er klare Schwerpunkte: „Beim Chancenerarbeiten und bei der Passqualität im Mittelfeld müssen wir definitiv noch zulegen.“ Bitter zudem: Innenverteidiger Marcel Holzer zog sich bereits beim Aufwärmen eine leichte Zerrung zu, biss rund fünfzig bis sechzig Minuten auf die Zähne und musste schließlich angeschlagen vom Feld. Trotz der Dämpfer bleibt der Co-Trainer zuversichtlich. Er ordnete die Tabellensituation nüchtern ein und verwies auf den engen Kampf um den Klassenerhalt: „Nach fünf Spielen haben wir jetzt neun Punkte. Kein Grund, nach der Niederlage in Panik auszubrechen, aber wir müssen im Abstiegskampf völlig fokussiert bleiben und noch enger zusammenrücken. Dann bin ich überzeugt, dass wir in den nächsten Wochen die nötigen Punkte holen werden.“