Nach dem Auswärtsspiel seines FC Aschach an der Steyr bei der SPG SK/ATSV Vorwärts Steyr zeigte sich Trainer Roland Aigner hochzufrieden: kompakt, diszipliniert, effizient im Umschalten. In einer körperbetonten, aber fair geführten Partie sah er insgesamt wenige Chancen, mehr Ballbesitz auf Seiten der Gastgeber – und die entscheidenden Momente auf seiner Seite. In der 1. Klasse Ost überwog bei ihm trotz einer Elfer-Diskussion vor allem die Zufriedenheit mit Mannschaft und Matchplan.

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Aigner beschrieb die Begegnung als taktisch geprägt. Sein Team stand eng und geschlossen, ließ „nicht viele oder kaum Chancen“ zu und blieb über Kontersituationen immer wieder gefährlich. In den ersten zehn Minuten registrierte Aschach die eine oder andere gute Möglichkeit, insgesamt sprach der Coach jedoch von einem chancenarmen Spiel auf beiden Seiten. Der Schlüssel lag im dichten Abwehrverbund, der Arbeit gegen den Ball und im präzisen Timing der Nadelstiche nach Ballgewinnen. Der Matchplan lautete: Risiken minimieren, Räume schließen, Umschaltmomente zielgerichtet ausspielen – ein Ansatz, der die Partie über weite Strecken bestimmte.
Die kontrollierte Herangehensweise zeigte Wirkung: In der 33. Minute stellte Fabian Kern auf 1:0, zur Pause hieß es 1:0. Nach dem Seitenwechsel kam Vorwärts vermehrt in Ballbesitz und glich in Minute 56 durch Yusuf Ilhan nach einer ruhenden Situation zum 1:1 aus. „Da haben wir ein bisschen gepennt in der hinteren Abwehr“, räumte Aigner ein. Aschach blieb jedoch effizient und setzte den entscheidenden Treffer: In der 75. Minute sorgte Kristof Duhonyi für das 2:1. Den Spannungsbogen fasste der Trainer prägnant zusammen: „Ballbesitz ging ganz klar an Vorwärts Steyr, aber wir waren effizienter und haben zur richtigen Zeit die Tore gemacht.“ Genau diese Mischung aus Stabilität und Zielstrebigkeit gab auf dem Platz den Ausschlag.
Diskussionswürdig blieb für Aigner eine Szene aus der ersten Halbzeit: „Meines Erachtens war das ein klares Foul an unserem Stürmer – für mich ein Elfmeter.“ Abseits davon lobte er die unaufgeregte Spielleitung: Über die gesamten 90 Minuten habe es keine strittigen Situationen gegeben, „die Leistung des Schiedsrichters war sehr in Ordnung“.
Mit Blick nach vorne betont der Coach die bekannten Trümpfe: „Wir müssen die aktuelle Kompaktheit wieder auf den Platz bringen, die Räume noch enger machen und aus einer gesicherten Abwehr den einen oder anderen Konter setzen – idealerweise wieder erfolgreich.“ Für Aigner sind Konsequenz in der Defensive, das enge Schließen der Räume und Effizienz im Umschalten die Parameter, die auch in der kommenden Woche den Takt vorgeben sollen.