In der 1. Klasse Ost setzte sich die Sportunion Wartberg an der Krems bei der Union Neuhofen an der Krems mit 2:1 durch. Früh traf Szilard Perlaki, Neuhofen musste nach Rot für Matthias Sahl in Unterzahl ran, Tobias Drechsel glich noch vor der Pause aus. Nach dem Seitenwechsel besorgte Enes Dilic den Auswärtssieg. Trainer Jozsef Weisz sprach danach von einem verdienten, aber hart erkämpften Dreier und betonte: "Wir haben viele Ausfälle, aber als Kollektiv haben wir das heute top kompensiert – das war der Schlüssel."
Wartberg erwischte den besseren Start und lag schon nach vier Minuten voran: Szilard Perlaki stellte eiskalt auf 0:1. Weisz beschrieb die Szene so: "Wir haben gleich zu Beginn getroffen – nach einem Lochpass von Dilic auf Perlaki und seinem starken Laufweg." Neuhofen geriet zusätzlich ins Hintertreffen, als Matthias Sahl in der 19. Minute die Rote Karte sah. "Das war klar Rot", meinte Weisz, ohne sich weiter an der Szene abzuarbeiten. Paradox: In Überzahl fand Wartberg nicht sofort in den Rhythmus. "Wir sind mit dem einen Mann mehr nicht richtig in den Rhythmus gekommen", gab der Coach offen zu. Neuhofen nutzte das und kam nach einer halben Stunde durch Tobias Drechsel zum 1:1 – "ein sehr schöner Schuss", wie Weisz den Ausgleich einordnete. Mit dem 1:1 zur Pause war noch alles offen, auch weil man spürte: Für beide Teams ging es um einiges.
Aus der Kabine kam Wartberg zielstrebiger. Die Gäste blieben das aktivere Team und belohnten sich in Minute 57: Enes Dilic traf zum 1:2. Weisz hob die Entstehung besonders hervor: "Das war ein wunderschönes Freistoßtor aus rund 20 Metern." In der Folge blieb es eng, Neuhofen steckte nicht auf und suchte mit langen Bällen und Standards den Weg vor das Tor. "In der 95. Minute hatte Neuhofen noch einen Eckball, einen Freistoß – Gott sei Dank konnten wir das 2:1 halten", atmete Weisz durch. Diskussionen über den Unparteiischen blieben aus. "Der Schiedsrichter hat sehr gut gepfiffen. Es gab strittige Szenen, aber für beide Seiten. Insgesamt waren wir mit der Leistung hoch zufrieden", betonte der Wartberg-Coach, der seine Mannschaft für die konzentrierte Schlussphase lobte.
In seiner Analyse kam Weisz immer wieder auf die Geschlossenheit zurück: "Wir haben derzeit viele Ausfälle, aber unser Kollektiv funktioniert top. Genau deshalb haben wir gewonnen – wegen der geschlossenen, starken Mannschaftsleistung." Fußballerisch sieht er dennoch Luft nach oben: "Spielerisch können wir besser werden." Einzelne Akzente hob er dennoch heraus: "Perlaki hat wieder sehr gut gefallen, der erste Torschütze. Und insgesamt war es von hinten bis vorne eine Super-Mannschaftsleistung." Respekt zollte Weisz auch dem Gegner: "Neuhofen hat ein paar Topspieler – Tobias Drechsel im Zentrum, Spielertrainer Simon Kollnberger, der trotz Blessur reinkam, und Andreas Forstner auf der Schiene. Das ist eine junge Truppe, ich wünsche ihnen, dass sie die Liga halten." Das hat auch persönliche Gründe: "Ich war vier Jahre Spieler in Neuhofen." Der Ausblick fällt klar aus: "Wir haben am Donnerstag Vorwärts Steyr. Wir wollen gut trainieren und die nächsten drei Punkte holen – wie in jedem Spiel."