Spielberichte

Philipp Eder (Trainer Union St. Marien): "Es war eher ein glücklicher Sieg"

Union St. Marien
SV Sierning

In der 1. Klasse Ost holte die Union St. Marien im Derby gegen den SV Sierning einen 1:0-Heimsieg. Der Treffer von Adam Sharabi nach einer Standardsituation reichte, um drei Punkte festzuhalten. Trainer Philipp Eder ordnete den Erfolg ein: „Es war eher ein glücklicher Sieg.“ Seine Elf stemmte sich mit viel Defensivarbeit gegen den ballstarken Gegner – und nutzte vorne den einen Moment, der da sein musste. Zum Pausenstand von 1:0 blieb es auch bis zum Schluss.

Mehrere Bälle auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Eckball, zweiter Ball – Sharabi stellt auf 1:0

Vom Anpfiff weg hatte Sierning mehr vom Spiel, suchte den Ball und trug seine Angriffe sauber nach vorne. St. Marien wählte den anderen Weg: kompakt stehen, Räume schließen, auf Umschaltmomente warten. Philipp Eder brachte es so auf den Punkt: „Sierning hatte mehr vom Spiel, war die ballbesitzführende Mannschaft und einen Tick dominanter. Wir haben stark in der Defensive gearbeitet und auf Umschaltmomente gewartet.“ In Minute 35 kam der eine Moment: Nach einem Eckball von rechts blieb der zweite Ball heiß, Adam Sharabi stand richtig und traf zum 1:0. „Der Führungstreffer fiel nach einem Eckball von rechts über den zweiten Ball“, bestätigte Eder. Bis zur Pause verteidigte St. Marien konzentriert das 1:0, zur Halbzeit stand es 1:0. Nach dem Wechsel blieb Sierning das aktivere Team und kam immer wieder ins letzte Drittel, doch die Hausherren ließen wenig klar Zwingendes zu und brachten den knappen Vorsprung mit viel Disziplin über die Zeit.

Eder über Matchplan, Moral und den Gegner

Was bei St. Marien funktionierte, fasste der Coach in einfachen Worten zusammen: „Grundsätzlich gut funktioniert hat die Einstellung, die Leidenschaft, diese Extrameter zu gehen und das Dagegenhalten gegen die Dominanz von Sierning.“ Genau dieses Paket trug das Team an diesem Tag. Eder blieb trotz Derbysieg realistisch: „Sie haben einen guten Fußball nach vorne gespielt, sind immer wieder ins letzte Drittel gekommen und haben die eine oder andere gute Möglichkeit vorgefunden.“ Dass es am Ende reichte, lag für ihn nicht an einem Chancenfeuerwerk, sondern an der Effizienz beim Standard und stabiler Arbeit gegen den Ball. Auch ein Lob durfte nicht fehlen: „Beeindruckt hat mich immer wieder der Tormann.“ Seine Wertschätzung unterstreicht, dass es für St. Marien ein zähes Stück Arbeit war – und sich die Hausherren den Sieg über Kampf, Ordnung und den einen Treffer sicherten.

Ein Derby ohne Aufregung und ein Sieg mit Wirkung

Für Derbyverhältnisse blieb es ein ruhiges Duell. „Hat wenig bis keine strittigen Szenen gegeben. Für ein Derby ein souveränes Spiel ohne größere Zwischenfälle. Der Schiedsrichter hat eine sehr gute, solide Leistung gezeigt“, hielt Eder fest. Sportlich ist der Dreier gegen einen Top-4-Gegner nicht kleinzureden: Nach 20 Runden hält Sierning bei 37 Punkten auf Platz vier, St. Marien steht mit 28 Zählern an siebter Stelle. Umso wertvoller, dass die Hausherren in einem engen Spiel den Standard nutzten und hinten die Null hielten.

Der Blick nach vorne fällt entsprechend bodenständig aus: Auf dieser kompakten Vorstellung lässt sich aufbauen – mit derselben Leidenschaft, demselben Fleiß und dem Wissen, dass ein gutes Standardtor manchmal reicht, um ein Derby zu entscheiden.

1. Klasse Ost: St. Marien : Sierning - 1:0 (1:0)

  • 35
    Adam Sharabi 1:0