Spielberichte

Mario Verlende (Trainer FC Union Steinerkirchen): „Wir haben unsere Chancen nicht gemacht“

TUS Kremsmünster
FC Steinerkirchen

In der 1. Klasse Ost setzte sich der TUS Kremsmünster mit 2:1 gegen den FC Union Steinerkirchen durch. Nach frühem Rückstand kämpften die Gäste zurück, kassierten aber spät den entscheidenden Gegentreffer. Aus Steinerkirchner Sicht überwog nach der Partie Frust über vergebene Möglichkeiten. Trainer Mario Verlende sprach offen über die fehlende Kaltschnäuzigkeit und forderte mehr Mut in der Box. Seine Kernaussage: Das Spiel hätte aus seiner Sicht mindestens einen Punkt hergegeben – verpasst wurde er, weil beste Chancen ungenutzt blieben.

Spieler legt Ball für einen Freistoß zurecht

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Krammer stellt auf 1:0, Janu gleicht aus, Dobretsberger entscheidet spät

Die Partie lief lange auf Messers Schneide und entwickelte sich in klaren Etappen. Kremsmünster erwischte den besseren Start und ging früh in Führung: In Minute 19 traf Markus Krammer zur 1:0-Führung. Die Hausherren nahmen den Vorsprung mit in die Pause, zur Halbzeit stand es 1:0. Nach dem Seitenwechsel arbeitete sich Steinerkirchen in die Begegnung und belohnte sich in der 64. Minute mit dem Ausgleich: Lukas Janu traf zum 1:1. Damit war wieder alles offen, und die Schlussphase versprach Spannung. Als vieles bereits auf eine Punkteteilung hindeutete, nutzte Kremsmünster eine späte Gelegenheit eiskalt: In der 83. Minute drückte Denis Dobretsberger den Ball zum 2:1 über die Linie. Danach ließen die Gastgeber nichts mehr anbrennen und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Aus neutraler Sicht war es ein enges Spiel, entschieden von Effizienz in den entscheidenden Momenten.

„Müsste Unentschieden ausgehen“ – Verlende ringt mit Chancenverwertung und Mentalität

Mario Verlende fand nach dem Abpfiff klare Worte. „Normalerweise müsste das Spiel Unentschieden ausgehen. Wir hatten so viele Chancen“, erklärte der Steinerkirchner Coach und verortete den Hauptgrund in der Box: „Die Tore, die wir nicht machen, werden bestraft. Genau das habe ich gespürt.“ Auch bei den Gegentreffern sah er hausgemachte Probleme: „Einige Spieler waren bei den Toren nicht bei der Sache. Da muss man über den eigenen Schweinehund drübergehen.“ Auf die Frage, was Kremsmünster besser gemacht habe, blieb er hart, aber konsequent selbstkritisch: „Wenn ich ehrlich bin: Die haben gar nichts besser gemacht. Wir haben viel schlecht gemacht.“ Zur Schiedsrichterleistung wollte Verlende sich nicht groß äußern, ließ aber seinen Unmut anklingen: „Ich möchte nicht über den Schiedsrichter reden, aber es hat ein paar umstrittene Szenen gegeben. Er ist fast nur im Mittelkreis gestanden.“ Unterm Strich blieb für ihn die Erkenntnis, dass seine Mannschaft die vorhandenen Möglichkeiten konsequenter nutzen und direkter abschließen muss.

Kremsmünster nutzt die Momente – Steinerkirchen kämpft um jeden Zähler

Während Kremsmünster mit dem Sieg seine Position im gesicherten Mittelfeld (aktuell Rang neun) festigte und die eigenen Nerven in der Schlussphase behielt, bleibt Steinerkirchen mit erst sechs Punkten am Tabellenende gefordert. Das Spiel bot aus Gästesicht Ansätze, denn Chancen waren da – die Ausbeute passte nicht. Kremsmünster hingegen machte aus zwei Schlüsselmomenten zwei Treffer: Krammer stellte früh die Weichen, Dobretsberger entschied spät. Verlende blickte dennoch nach vorne und forderte mehr Geschlossenheit und Konsequenz: „Du kannst ein Spiel nur mit elf gewinnen und nicht mit acht. Wenn sich die anderen nicht zerreißen, geht das nicht.“ Für Steinerkirchen heißt das: Abschlüsse schneller suchen, im Strafraum mutiger werden und die Laufarbeit bis zur letzten Minute durchziehen. Gelingt das, dann sind auch gegen Teams aus dem Mittelfeld wieder Punkte möglich.

1. Klasse Ost: Kremsmünster : Steinerkirchen - 2:1 (1:0)

  • 83
    Denis Dobretsberger 2:1
  • 64
    Lukas Janu 1:1
  • 19
    Markus Krammer 1:0