In der 1. Klasse Ost feierte der SV Sierning am 22. Spieltag einen 3:1-Heimsieg gegen die Union Neuhofen an der Krems. Nach frühem 0:1 drehte Sierning das Spiel per Doppelschlag und legte nach der Pause nach. Trainer Dominik Ebner ordnete ein: "Wir waren die bessere und spielbestimmende Mannschaft." Standardsituationen brachten die Wende, Ruhe und Ballbesitz taten ihr Übriges – am Ende sprach Ebner von einem verdienten, wenn auch nicht glanzvollen Dreier.

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Der Start lief gegen die Hausherren: In Minute 12 stellte Andreas Forstner für Neuhofen auf 0:1. Ebner erklärte den Rückstand ohne Umschweife: "Das Gegentor war ein Fehlpass im Mittelfeld, den Neuhofen eiskalt ausgenutzt hat." Sierning wackelte nicht lange, blieb ruhig und suchte seine Lösungen über Standards. In der 23. Minute glich Martin Dietachmair nach einem Eckball aus – genau so hatte es der Trainer beschrieben: "Das 1:1 war ein Eckball, den wir verwandelt haben." Nur wenig später folgte die komplette Wende: In der 26. Minute brachte ein weiterer Eckball Gefahr: Der erste Versuch wurde geklärt, doch der Nachschuss saß. Marcel Gudeljevic stand bereit und stellte auf 2:1. "Das 2:1 war ein Eckball, der geklärt wurde; im Nachschuss haben wir getroffen." Mit dieser Führung ging es mit 2:1 in die Pause.
Der Knackpunkt war für Dominik Ebner die Reaktion auf den frühen Rückstand. "Ein entscheidender Moment war, dass wir nach dem 0:1 nicht aufgesteckt haben, sondern kontrolliert weitergespielt und über zwei Standards die Tore erzielt haben", sagte der Coach. Er hob Haltung und Aktivität hervor: "Loben muss man, dass wir nach dem 0:1 weitergespielt, aktiv agiert und Chancen kreiert haben." Ganz zufrieden war er dennoch nicht: "Was wir nicht gemacht haben: vorne wirklich konsequent und entschlossen durchspielen. Da hat manchmal der nötige Wille zum Tor gefehlt." Zum Gegner blieb er fair und knapp: "Neuhofen war bemüht." Auch zum Charakter der Partie fand Ebner klare Worte: "Es war eine ruhige Partie, die am Schluss ein bisschen hektisch wurde." Seine Mannschaft blieb jedoch über weite Strecken das aktivere Team und hatte mehr vom Spiel.
Nach dem Seitenwechsel blieb Sierning geduldig – und legte in Minute 58 nach. "Das dritte Tor war ein Schuss, den der Torwart nicht festhalten kann, und Maximilian Baumschlager setzt gut nach und erzielt das 3:1", schilderte Ebner die Szene zum Endstand. Danach ließen die Hausherren den Ball laufen; der Trainer fasste das Auftreten zusammen: "So haben wir das Spiel gedreht und dann mit sehr viel Ballbesitz gespielt." In der Tabelle steht Sierning nach 22 Runden bei 43 Punkten auf Rang drei, Neuhofen hält bei 23 Zählern auf Platz elf. Ebners Fazit bleibt bodenständig: "Es war keine Topleistung, eher durchschnittlich. Wir können sicher mehr, aber es hat zum verdienten Sieg gereicht." Für die nächsten Aufgaben fordert er vor allem mehr Konsequenz im letzten Drittel.