In der 1. Klasse Ost trafen der SV Molln und der FC Aschach an der Steyr aufeinander – am Ende stand ein 0:0, das niemandem wehtat, aber beiden auch nicht viel gab. Aschach-Trainer Roland Aigner sprach von einem extrem chancenarmen Spiel und nannte das Remis „absolut gerecht“. In der Nachspielzeit sah Aschachs Kaan Tepegöz noch Rot, trotzdem blieb es insgesamt fair. Aigner hob seine Defensive hervor, vorn fehlte an diesem Abend der finale Zug.

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Der Auftakt gehörte klar dem Zentrum. „Am Anfang war es ein ziemliches Mittelfeldgeplänkel, Chancen waren in der ersten Halbzeit sehr, sehr Mangelware“, beschrieb Roland Aigner den zähen Beginn. Beide Teams ließen wenig zu, der Ball lief oft zwischen den Ketten, ohne dass es im letzten Drittel gefährlich wurde – folgerichtig stand es zur Pause 0:0. Nach dem Seitenwechsel bekam Aschach etwas mehr Struktur ins eigene Spiel. „Die zweite Halbzeit war von uns spielerisch wieder ein bisschen besser“, so Aigner, der aber festhielt: „Es gab auf beiden Seiten kaum mehr Chancen.“ Molln setzte zwar da und dort Akzente, Aschach hielt dagegen – doch der eine Moment fehlte. In der Nachspielzeit dann der Aufreger: In Minute 90+1 sah Kaan Tepegöz die Rote Karte. „Die rote Karte war berechtigt“, stellte Aigner klar. Am Gesamtbild änderte das nichts: „Summa summarum ein sehr chancenarmes Spiel und unterm Strich ein gerechtes Unentschieden.“
Wenn es bei Aschach an diesem Abend etwas verlässlich gab, dann die Defensive. „Wir haben sehr wenig zugelassen“, fasste der Trainer zusammen und verteilte gezielt Lob: „Die Viererkette muss ich hervorheben, die hat sehr gut funktioniert. Auch der Sechser hat sehr gut gespielt.“ Gerade im ersten Durchgang war das wichtig, denn Aigner nahm seine Offensive in die Pflicht: „Die erste Halbzeit war spielerisch sehr schlecht von uns, nach vorne haben wir kaum etwas zusammengebracht.“ Nach der Pause fing sich seine Elf, fand sauberere Lösungen und blieb gleichzeitig hinten stabil. „In der zweiten Halbzeit hat sich die Mannschaft gefangen und es war spielerisch um einiges besser als die erste Halbzeit“, erklärte er. Dass am Ende dennoch keine Topchancen heraussprangen, passte zum Bild eines Abends, an dem Sicherheit vor Risiko ging und der letzte Pass oft fehlte.
Auch dem Gegner zollte Aigner Anerkennung. „Molln hat in der zweiten Halbzeit gute Akzente nach vorne gesetzt. Wir haben sehr gut dagegengehalten, daher sind keine Chancen rausgekommen“, sagte er und betonte: „Es war ein sehr fair geführtes Spiel. Es ging natürlich für Molln auch um sehr viel.“ In der Tabelle steht Molln mit 20 Punkten nach 22 Runden auf Rang 13, Aschach hält bei 28 Zählern auf Platz 8 – der Punktgewinn passt zur engen Lage in der Tabelle. Diskussionen gab es dennoch: „Der Schiedsrichter hat sicher nicht den besten Tag erwischt, war eher ein bisschen provokant. Die rote Karte war aber gerechtfertigt“, ordnete Aigner ein, ohne nachzutreten: „Zur Leistung des Schiedsrichters möchte ich mich raushalten.“ Warum es beim 0:0 blieb, brachte er auf den Punkt: „Niemand hatte einen Lucky Punch oder die Chance darauf – deshalb ist das Unentschieden absolut gerecht.“