Spielberichte

Philipp Eder (Trainer Union St. Marien): "Tadellose, geduldvolle Leistung und verdienter Sieg"

Union St. Marien
FC Steinerkirchen

In der 22. Runde der 1. Klasse Ost feierte die Union St. Marien einen 4:1-Heimsieg gegen die FC Union Steinerkirchen. Nach torloser Pause geriet St. Marien per Eigentor in Rückstand, drehte die Partie dann aber mit einem Doppelpack von Josip Trbara und zwei späten Treffern. Trainer Philipp Eder sprach von einer dominanten, geduldigen Vorstellung, sah jedoch Luft nach oben im letzten Drittel und meinte, eine Gelb-Rote habe seiner Mannschaft zusätzlich in die Karten gespielt.

Fußball und die Beine von zwei Spielern unterschiedlicher Mannschaften

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Vom 0:1 zum 2:1: St. Marien reagiert mit Geduld

St. Marien hatte von Beginn an mehr vom Spiel, fand aber lange keine klaren Abschlüsse. „Es war eine souveräne, dominante Leistung meiner Mannschaft, jedoch hatten wir wenig Torchancen herausgespielt, maximal Chancen von außerhalb des Sechzehners“, erklärte Philipp Eder. Zur Halbzeit stand es 0:0, kurz nach Wiederbeginn folgte der Rückschlag: In Minute 50 unterlief Simon Rumetshofer ein Eigentor zum 0:1. Eder sah sein Team davon unbeeindruckt: „Dann haben wir die beste Reaktion gezeigt.“ Die Hausherren blieben geduldig, legten im Passspiel zu und drehten das Match binnen weniger Minuten. Josip Trbara glich in der 63. Minute aus und legte in der 72. Minute das 2:1 nach. „Für uns waren natürlich generell alle vier Tore ausschlaggebend für den 4:1-Sieg“, betonte Eder und verwies erneut darauf, dass seine Elf über weite Strecken das Spiel kontrollierte.

Eder lobt Aufbau und Passspiel – Kritik am letzten Drittel und an der Gelb-Roten

Aus Trainersicht lag der Schlüssel im ruhigen Aufbau. „Unsere Stärke lag im Spielaufbau, in der Geduld, im Passspiel“, fasste Eder zusammen. Gleichzeitig blieb er selbstkritisch: „Nach dem heutigen Spiel ist ganz klar: Im letzten Drittel rund um den Sechzehner, bei der Torchancenkreierung, muss es besser werden.“ Eine Disziplinarszene beeinflusste das Geschehen zusätzlich. „Die Gelb-Rote Karte hat uns natürlich in die Karten gespielt, wobei es eine harte gelbe Karte war“, sagte Eder. Den Gegner beschrieb er als „von Anfang an aggressiv, sehr körperbetont“, was auch ihm selbst eine gelbe Karte einbrachte. Mit Blick auf die Schiedsrichter blieb er sachlich: „Viele strittige Situationen hat es nicht gegeben. Man hätte früher mit Gelben eingreifen können. Die Gelb-Rote war hart, aber nicht unberechtigt, und ein möglicher Elfmeter für uns wurde zu Recht nicht gegeben.“ Insgesamt sprach er von einer „tadellosen, sehr geduldvollen Leistung“ seiner Mannschaft.

Späte Treffer von Aigner und Margeta, klare Verhältnisse am Ende

Nachdem Trbara das Spiel gedreht hatte, blieb St. Marien am Drücker und entschied die Partie in der Schlussphase endgültig. In der 88. Minute erhöhte Simon Aigner auf 3:1, in der Nachspielzeit (90+2) setzte Jakob Margeta mit dem 4:1 den Schlusspunkt. Eder unterstrich: „Der Gegner hatte nahezu keine Torchancen.“ Für ihn passte damit das Gesamtbild: „Es war eine tadellose, sehr geduldvolle Leistung und ein verdienter Sieg.“ Ein Blick auf die Tabelle untermauert den Trend: Union St. Marien hält nach 22 Runden bei 34 Punkten und liegt auf Rang fünf, FC Union Steinerkirchen steht mit neun Zählern auf Platz 14. Für die nächsten Wochen will Eder am letzten Drittel arbeiten, damit aus der Spielkontrolle noch mehr klare Möglichkeiten entstehen.

1. Klasse Ost: St. Marien : Steinerkirchen - 4:1 (0:0)

  • 92
    Jakob Margeta 4:1
  • 88
    Simon Aigner 3:1
  • 72
    Josip Trbara 2:1
  • 63
    Josip Trbara 1:1
  • 50
    Eigentor durch Simon Rumetshofer 0:1