In der 23. Runde der 1. Klasse Ost musste sich Union Neuhofen an der Krems zuhause mit 1:3 gegen ASKÖ Vorchdorf geschlagen geben. Vorchdorf legte mit einer druckvollen ersten Hälfte den Grundstein und führte bereits zur Pause 0:3. Co-Trainer Wolfgang Wagner sprach von einem „verdienten Sieg“ und hob das 0:2 von Youngster Luca Manuel Diensthuber bei dessen erstem Startelf-Einsatz von Beginn an hervor. Neuhofen kam nach dem Wechsel noch zum 1:3, am Ende gingen die Punkte an den Aufstiegsanwärter.

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Vorchdorf erwischte in Neuhofen genau den Auftritt, den sich ein Spitzenteam auswärts wünscht: früh präsent, viel Druck, klare Wege nach vorne. „Ich würde sagen, es war ein verdienter Sieg“, hielt Co-Trainer Wolfgang Wagner nach dem Abpfiff fest. Seine Begründung lieferte er gleich mit: „Aufgrund der ersten Halbzeit – wir haben sehr, sehr gut und druckvoll gespielt, der Gegner ist sehr tief gestanden.“ In diese Phase fielen auch alle drei Vorchdorfer Treffer vor der Pause: Jovica Jesic eröffnete in Minute 19 zum 0:1, Luca Manuel Diensthuber legte in der 31. das 0:2 nach und kurz vor dem Halbzeitpfiff stellte Ivan Matanovic auf 0:3 (43.). Wagner gefiel vor allem die Art und Weise: „Bei allen drei Toren waren es gut herausgespielte, schöne Treffer. Besonders das 2:0 von unserem jungen Spieler Luca Diensthuber, der heute erstmals in der Kampfmannschaft von Beginn an gespielt hat.“ Mit der klaren Führung im Rücken ging es beim Stand von 0:3 in die Kabinen – der Grundstein war gelegt.
Nach der Pause änderte sich das Bild ein Stück weit. Neuhofen stand nicht mehr ganz so tief, wurde mutiger und suchte öfter den Weg nach vorne. Auch das bestätigte Wolfgang Wagner: „In der zweiten Halbzeit sind sie dann mutiger geworden, weil wir es zugelassen haben.“ Seine Mannschaft war nicht mehr ganz so scharf in den Aktionen wie vor dem Wechsel: „Wir haben nicht mehr so konzentriert und mit Fokus gespielt“, sagte der Co-Trainer offen. Folgerichtig fiel in Minute 67 noch der Anschlusstreffer zum 1:3 durch Gabriel Stockhammer. Ein Kippen des Spiels befürchtete Wagner dennoch nicht: „Der Sieg war nie in Gefahr.“ Diskussionen um Pfiffe gab es keine, die Schiedsrichterleistung fasste er knapp zusammen: „Es ist okay.“ Am Ende stand ein verdienter Auswärtserfolg, der dank der starken ersten 45 Minuten nie wirklich wackelte.
Auf die Frage nach dem entscheidenden Unterschied fand Wagner klare Worte: „Von unserer Seite her sicher der Wille, weil unser Fokus ist, dass wir in die Relegation gehen wollen.“ Genau dieses Ziel war in Neuhofen greifbar: viel Entschlossenheit vor der Pause, danach brachte Vorchdorf den Vorsprung über die Zeit. In der Tabelle untermauert Vorchdorf mit nun 51 Punkten Rang zwei und bleibt damit im Rennen um die Relegation, während Neuhofen mit 23 Zählern im hinteren Mittelfeld rangiert. Für Vorchdorf kann der Weg nur lauten, die starke erste Hälfte als Maßstab mitzunehmen. Wagner wirkte nach dem Schlusspfiff zufrieden, ohne abzuheben: „Alles gut, alles okay.“ Die Botschaft ist klar: Solche Auswärtssiege nähren den Glauben an das Ziel – und genau darauf will Vorchdorf in den verbleibenden Runden bauen.