Spielberichte

Früher Freistoß stellt die Weichen: Steinerkirchen verliert 0:2 gegen Meister Hofkirchen

FC Steinerkirchen
Sportunion Hofkirchen/Trk

In der 1. Klasse Ost forderte der FC Union Steinerkirchen den Spitzenreiter Sportunion Hofkirchen im Traunkreis – und hielt lange voll dagegen. Am Ende stand dennoch ein 0:2, das sich früh abzeichnete: Ein Freistoß nach neun Minuten brachte Hofkirchen auf Kurs, erst kurz vor Schluss fiel die Entscheidung. Mit dem 19. Saisonsieg krönten sich die Hofkirchener zum Meister. Steinerkirchen-Coach Mario Verlende haderte weniger mit seiner Mannschaft als mit dem Moment: „Der Knackpunkt war genau nach acht, neun Minuten das Freistoßtor.“

Spieler steht mit dem Fuß auf einem orangenen Ball

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Früher Rückstand, viel Aufwand – und zur Pause nur 0:1

Die Kulisse passte, die Motivation auch. „Am Anfang war eine Top-Stimmung, weil die um die Meisterschaft spielen“, schilderte Mario Verlende die Ausgangslage. Der Start hatte es aber in sich: Nach einem Foul bekam Hofkirchen früh den Standard, Máté Váncsa traf in Minute 9 zum 0:1. „Das war unser Knackpunkt“, betonte Verlende. Was folgte, gefiel ihm trotz des Rückstands: „Die Mannschaft hat sich wieder zurückgekämpft und sehr brav gespielt.“ Steinerkirchen steckte das schnelle Gegentor weg, blieb engagiert, arbeitete sauber gegen den Ball und suchte immer wieder den Weg nach vorne. Bis zur Pause blieb es beim knappen 0:1, der Tabellenführer hatte die Führung, die Hausherren aber die Haltung – und damit alle Optionen für Hälfte zwei.

Verlendes Blick aufs Spiel: viel richtig gemacht, doch das Glück fehlt

Auch nach dem Seitenwechsel hielt Steinerkirchen den Anschluss. Verlende sah vieles bestätigt, was er in der Vorbereitung angelegt hatte: „Es hat bei meiner Mannschaft alles funktioniert. Laufbereitschaft, die Einstellung – das war top. Als Trainer habe ich da richtig gefeilt.“ Der Glaube an den Punkt war spürbar, taktisch reagierte der Coach in der Schlussphase und stellte „auf ein Dreier-System“ um, um noch mehr Druck aufzubauen. Der Mut wurde jedoch nicht belohnt – im Gegenteil: In der 87. Minute machte Nico-Jan Pilz mit dem 0:2 den Deckel drauf. „Wir haben leider kein Glück momentan in unserer Situation“, sagte Verlende, der bewusst keine Nebenschauplätze aufmachte: „Ich möchte mich zur Schiedsrichterleistung nicht auslassen. Einmal ist das Glück auf unserer Seite, einmal auf der des Gegners. Irgendwann kommt das Glück schon zurück nach Steinerkirchen.“

Respekt für den Tabellenführer und Stolz auf die eigene Truppe

Bei allem Ärger über das frühe Standardtor fand der Steinerkirchen-Trainer klare Worte für den Gegner. „Man sieht die ganze Zeit, dass sie Tabellenführer und jetzt auch Meister sind – die haben halt ein Selbstvertrauen. Wenn du vorne stehst, rennt’s einfach.“ Hofkirchen war anfangs „schon nervös“, beobachtete Verlende, „aber man muss Hofkirchen gratulieren. Sie haben top gespielt und sehr brav gespielt.“ Die Anerkennung für den Ligaprimus ging Hand in Hand mit großem Lob an die eigene Mannschaft. „Die Gruppeneinstellung war richtig stark. Schon bei der Besprechung und beim Aufwärmen habe ich gemerkt, dass alle hundertprozentig zuhören. Ich bin sehr stolz, dass ich Trainer in Steinerkirchen bin. Das hat richtig Spaß gemacht, und die Mannschaft zieht hundertprozentig mit – ich bin richtig happy mit der Mannschaft.“ 

1. Klasse Ost: Steinerkirchen : SU Hofkirchen - 0:2 (0:1)

  • 87
    Nico-Jan Pilz 0:2
  • 9
    Máté Váncsa 0:1