In der 1. Klasse Ost setzte sich SV Sierning bei Union Ried im Traunkreis mit 2:1 durch. Nach einem zähen, von Hitze und vielen hohen Bällen geprägten Spielverlauf führten die Gäste zur Pause, Ried glich nach der Halbzeit aus – Sierning antwortete rasch. Ein verwandelter Elfmeter von Florian Hofer und ein abgefälschter Freistoß, den Marcel Gudeljevic zum 2:1 nützte, entschieden am Ende das Auswärtsspiel.

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Beide Teams tasteten sich lange ab, weil die Bedingungen ihren Stempel aufdrückten. „Das Spiel war sehr ausgeglichen. Es gab viele hohe Bälle, es war sehr heiß, deswegen waren beide Mannschaften eher passiv“, fasste Siernings Trainer Dominik Ebner zusammen. Richtig Fahrt nahm die Partie erst gegen Ende der ersten Hälfte auf. Nach einem Vorstoß von Marcel Herzog gab es Strafstoß – Ebner: „Marcel ist außen durchgegangen und wurde im Sechzehner gefoult.“ Florian Hofer übernahm die Verantwortung und traf in Minute 39 zum 0:1. Mit dieser knappen, aber verdienten Gästeführung ging es beim Stand von 0:1 in die Pause, in der klar war: In diesem Spiel würde Geduld eine große Rolle spielen.
Nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst offen. Ried war über lange Bälle gefährlich und kam prompt zurück. In der 56. Minute nickte Simon Kiesenhofer nach einem langen Ball zum 1:1 ein – „ein langer Ball und ein Kopfball ins Kreuzeck“, wie Ebner den Ausgleich beschrieb. Sierning wackelte kurz, verlor aber nicht die Ordnung. „Wir haben schnell zurückgefunden und wieder die Führung geholt“, sagte der Coach. Zehn Minuten nach dem 1:1 setzte Sierning den nächsten Nadelstich: Ein Freistoß wurde abgefälscht, Marcel Gudeljevic stand beim 1:2 (66.) goldrichtig. Danach brachten die Gäste die Partie mit viel Laufarbeit und Konzentration über die Zeit – oder wie Ebner es nannte: „Wir haben das Spiel über die Runden gebracht.“
In seiner Analyse hob Ebner zwei Punkte hervor: Standards und Mentalität. „Das 1:0 war ein Elfer, das 2:1 ein abgefälschter Freistoß – wir haben unsere Chancen gut genutzt“, erklärte er. Dass sein Team nach dem Rückschlag sofort antwortete, führte er auch auf die innere Haltung zurück: „Der entscheidende Unterschied war, dass wir den Sieg mehr wollten.“ Zufrieden war der Trainer mit der Energie in der Gruppe, schickte aber gleich einen Auftrag hinterher: „Besonders gut war die Stimmung, vor allem nach dem Siegestreffer. Trotzdem sollte die Stimmung auch davor da sein.“ Respekt zollte er dem Gegner: „Sehr gefährlich waren die langen Bälle, vor allem nach der Pause, weil wir gegen die Sonne geschaut haben.“ Zur Leistung des Unparteiischen blieb Ebner sachlich: „Die Schiedsrichterleistung war okay. Wir haben nicht gewonnen, weil der Schiedsrichter für uns war, sondern weil wir die bessere Mannschaft waren.“
Die Atmosphäre beschrieb er als angenehm: „Es waren nicht so viele Zuschauer da, aber die, die da waren, haben angefeuert.“ Mit dem Dreier festigt Sierning Platz drei (46 Punkte), Ried bleibt dahinter auf Rang vier. Ebner blickte am Ende schlicht zufrieden zurück: „Es hat Spaß gemacht und ich bin froh, dass wir gewonnen haben.“