In der 1. Klasse Ost behielt die SPG SK/ATSV Vorwärts Steyr beim Auswärtsspiel gegen den TUS Kremsmünster nach Rückstand die Nerven und siegte 2:1. Nach zäher erster Hälfte und dem 0:1 kurz nach der Pause drehte Steyr die Partie mit zwei Treffern. Trainer Manuel Schönberger sprach danach offen von keinem „besten Tag“, hob aber die Moral hervor: „Auswärts 0:1 hinten und das Spiel noch drehen – das zeigt, dass die Mannschaft lebt.“

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Die Anfangsphase gehörte keinem Team klar, viele Zweikämpfe prägten das Bild. Manuel Schönberger machte keinen Hehl daraus, dass seine Elf schwer ins Rollen kam: „Wir hatten heute nicht den besten Tag. Kremsmünster kämpft um den Abstieg, das hat man gesehen. Wir haben uns schwergetan, Chancen herauszuspielen, und sie haben um jeden Ball gekämpft.“ Früh kam noch ein Dämpfer dazu. Ein Spieler aus der Kampfmannschaft, der Vorwärts unterstützte, verletzte sich laut Schönberger nach acht Minuten. „Das hat nicht in unser Spielsystem gepasst“, erklärte der Coach. Bezeichnend für den umkämpften Charakter: Bis zur Pause blieb es beim 0:0, weil beide Seiten viel Laufarbeit investierten, klare Möglichkeiten aber Mangelware blieben.
Gleich nach Wiederbeginn setzte Kremsmünster den ersten Stich: In der 52. Minute traf Stefan Klausriegler zum 1:0. „Wir hatten viel Unglück beim Gegentor gleich nach der Pause“, ärgerte sich Schönberger über den Rückschlag. Seine Mannschaft blieb jedoch ruhig. In Minute 65 schlug Vorwärts Steyr zurück: Marco Schorkopf glich zum 1:1 aus und gab dem Spiel eine neue Richtung. Steyr blieb am Drücker und belohnte sich spät. In der 79. Minute stellte Albin Dzafic auf 1:2 – die Wende war perfekt. „Wir haben nicht aufgegeben und das Spiel gedreht. Grundsätzlich haben wir heute nicht alles gezeigt, was in den letzten Wochen gut war, aber wir haben genug Spielanteile und Qualität, um auch solche Spiele zu gewinnen“, so Schönberger.
Nach dem Schlusspfiff fand der Trainer lobende Worte für den Gegner und klare für die eigene Leistung. „Kremsmünster war sehr engagiert, sehr lauffreudig. Man hat gesehen, dass sie gegen den Abstieg spielen“, sagte Schönberger. Auf die Frage nach dem Unparteiischen antwortete er knapp mit „Nein“, aus seiner Sicht gab es nichts zu bemängeln. Umso größer war die Erleichterung über die drei Punkte: „Wir sind glücklich, dass wir die drei Punkte mitgenommen haben. Das zeigt, dass die Mannschaft lebt.“ In der Tabelle hält Vorwärts/ATSV Steyr nach 24 Runden bei 39 Zählern und rangiert auf Platz sechs, während Kremsmünster mit 25 Punkten auf Rang elf steht. Der Auswärtssieg nach Rückstand festigt das Selbstvertrauen – gerade, wenn der Tag nicht perfekt läuft und man sich trotzdem durchbeißt.