In der 1. Klasse Ost kassierte die Sportunion Wartberg an der Krems beim 1:2 auswärts gegen den SV Molln den entscheidenden Treffer erst in der 97. Minute. Nach früher Gästeführung und schnellem Ausgleich stand es zur Pause 1:1, die Partie blieb lange offen. Aus Wartberger Sicht überwogen am Ende Frust und Kopfschütteln: Trainer Jozsef Weisz haderte mit der langen Nachspielzeit und sprach von einem Unentschieden-Spiel, das in der Schlussphase aus seiner Sicht unglücklich kippte.

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Wartberg erwischte den besseren Start und ging nach einer Viertelstunde in Führung: Stefan Gavric traf zum 0:1 und brachte den Gästen damit Rückenwind. Der Jubel hielt allerdings nicht lange, schon drei Minuten später stellte Noah Jakob Pernkopf für Molln auf 1:1. Damit war die flotte Anfangsphase auch schon erzählt, denn Chancenfeuerwerk oder spielerische Highlights blieben eher Mangelware. Jozsef Weisz fasste den Verlauf klar zusammen: „Das war von beiden Seiten kein gutes Spiel. Wir gehen in Führung, bekommen kurz darauf das 1:1 und dann war es insgesamt ein typisches Unentschieden-Spiel.“ An den Wartberger Führungstreffer erinnerte er sich als „eine schöne Variante über Szilard Perlaki, am Ende macht’s der Stefan Gavric“. Zur Pause stand es leistungsgerecht 1:1, danach blieb die Partie über weite Strecken zäh und ausgeglichen.
In der Schlussphase wurde es hitzig. In Minute 78 sah Wartbergs Mitterhumer Rot, die Gäste mussten fortan in Unterzahl arbeiten. Trotzdem blieb das 1:1 lange stehen – bis tief in die Nachspielzeit. In der 90.+7 traf Stefan Prielinger für Molln zum 2:1, kurz darauf sah auch Torschütze Gavric noch die Rote Karte (90.+10). Aus Weisz’ Sicht war die Entscheidung höchst umstritten: „Wir kriegen in der 97. ein Tor – aus meiner Sicht ein Elfmeter – und das Spiel hätte schon früher abgepfiffen werden müssen.“ Er legte nach: „Es gab zehn, fünfzehn Situationen, die ich nicht verstanden habe. Ich bin extrem enttäuscht von der Schiedsrichterleistung.“ Auch die Länge der Nachspielzeit war für ihn ein zentraler Punkt: „Unnötige Nachspielzeit. Unnötig. So fällt das 2:1 – das ist bitter.“
Bei aller Kritik am Ende haderte der Wartberg-Coach auch mit der eigenen Performance. „Wir haben uns das komplett anders vorgestellt. Was wir uns vorgenommen haben, hat heute viel zu wenig funktioniert“, sagte Weisz offen. Aus seiner Sicht verpasste sein Team nach dem 0:1 „nachzulegen und das 0:2 zu machen“. Zudem verwies er darauf, dass Torhüter Laszlo Fekete um die 60. Minute raus musste und vor dem späten Gegentreffer auch ein Fehler passiert sei. Beim Gegner sah Weisz „keine Mannschaft, die besser war – das war ein Unentschieden-Spiel“, und doch standen am Ende null Punkte. Der Blick geht trotzdem nach vorne: „Wir konzentrieren uns auf die Woche, trainieren gut und wollen St. Marien daheim schlagen“, so Weisz, der allerdings anmerkte, dass nächste Woche „mehrere Spieler gesperrt“ fehlen dürften.