In der 1. Klasse Ost feierte ASKÖ Vorchdorf am Freitagabend in Runde 24 einen 2:1-Auswärtssieg bei Union EDER Karosserie Waldneukirchen. Die Hausherren gingen früh in Führung, doch Vorchdorf blieb ruhig, glich vor der Pause durch Chavdar Dimitrov aus und holte nach Seitenwechsel dank Ivan Matanovic den Dreier. Co-Trainer Wolfgang Wagner sprach von einem verdienten Erfolg, getragen von Leidenschaft und einer klaren spielerischen Linie – gegen einen Gegner, der kämpferisch viel investierte.

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Waldneukirchen erwischte den besseren Start: Schon in Minute fünf traf Matthias Balint zum 1:0. Vorchdorf ließ sich davon aber nicht aus der Bahn werfen. „Wir haben mit Leidenschaft und gutem Spiel verdient gewonnen“, hielt Co-Trainer Wolfgang Wagner fest und betonte, sein Team habe „von Beginn weg gut ins Spiel gefunden“. Ein Pfiff in der Anfangsphase habe die Gäste laut Wagner kurz beschäftigt: „Nur der Elfmeter hat uns ein bisschen aus dem Konzept gebracht, aber wir haben immer wieder zurückgefunden.“ Inhaltlich blieb der Plan gleich: den Kampf annehmen und über Ballbesitz und Struktur Lösungen finden. „Wir wussten, dass der Gegner fast jeden Ball hoch nach vorne schlägt. Entscheidend war, dass wir unsere spielerische Linie durchgezogen haben“, erklärte Wagner zu einer Phase, in der seine Elf Ruhe bewahrte und Schritt für Schritt Kontrolle gewann.
Mit zunehmender Spieldauer holte sich Vorchdorf die wichtigen Ballgewinne und setzte Nadelstiche in die richtigen Räume. Der Lohn kam kurz vor der Pause: In der 36. Minute schob Chavdar Dimitrov zum 1:1 ein. „Das 1:1 war gut durch die Mitte gespielt“, schilderte Wagner und sprach von einem wichtigen Moment für die eigene Sicherheit. Nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste am Drücker – und entschieden die Partie mit einem Angriff, der zur eigenen Spielidee passte. In Minute 54 traf Ivan Matanovic zum 2:1. „Sehr schön war die Kombination zum 2:1 über die Seite mit drei Spielern, und dann Matanovic zum Abschluss. Das war sehenswert“, freute sich der Co-Trainer über den sauber herausgespielten Siegtreffer. Vorchdorf ließ hinten wenig zu und brachte den Vorsprung mit viel Wille über die Zeit.
Wagner hatte für den Gegner anerkennende Worte, ohne die eigene Linie zu relativieren: „Kompliment an Waldneukirchen. Sie sind unten drin, haben kämpferisch sehr gut gespielt und waren körperlich stark.“ Aus dem Spiel heraus sah er jedoch Vorteile bei seinen Farben: „Sie haben die spielerische Note nur kurz aufblitzen lassen, sonst ging der Ball meistens hoch nach vorne. Richtige Hochkaräter hatten sie nicht. Wir hatten noch ein, zwei Hundertprozentige, die wir vergeben haben.“ Zum Schiedsrichter blieb er sachlich: „Meines Erachtens waren vielleicht nicht alle Entscheidungen okay. Zum Elfmeter kann ich nichts sagen, ich war zu weit weg.“ In der Tabelle untermauert Vorchdorf mit nun 54 Punkten Rang zwei, Waldneukirchen bleibt mit 21 Zählern im unteren Bereich. Für die letzten beiden Runden gibt Wagner die Richtung vor: „Die Mannschaft soll fokussiert bleiben, die Motivation im Training und Spiel hochhalten und das Ziel vor Augen behalten.“ Auch an die Tribüne richtet er Worte: „Die Fans sind toll, sie unterstützen uns sowieso immer – auch auswärts.“ Dass die Mischung passt, fasst er so zusammen: „Wenn die Mannschaft das umsetzt, was wir besprechen, und der Trainer sie weiter so gut einstellt, bringen wir das sicher ins Ziel.“