Spielberichte

"Die letzten ein, zwei Prozent haben gefehlt" – Union Neuhofen/Krems lässt beim 0:0 mehr liegen

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Union Neuhofen
Union Ried/Trkr.

In der 1. Klasse Ost trennten sich die Union Neuhofen/Krems und die Union Ried/Traunkreis am Freitagabend 0:0. Das Ergebnis passte zu einem intensiven und spielerisch guten Spiel, ließ bei den Gastgebern aber trotzdem das Gefühl zurück, eher zwei Punkte verloren als einen gewonnen zu haben. Sektionsleiter Thomas Berhuber sah Neuhofen über weite Strecken als das etwas bessere und vor allem gefährlichere Team.

Spieler legt Ball für einen Freistoß zurecht

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay


Intensiver Abend mit Vorteilen für Neuhofen

Berhuber sprach nach dem Schlusspfiff von einem Spiel, das für Zuschauer einiges zu bieten hatte, auch wenn die Tore ausblieben. "Es war ein sehr gutes Freitagabendspiel. Es war ein sehr intensives, spielerisch auch ein gutes Match von beiden Mannschaften, und ich glaube, die Fans und Zuseher haben ein sehr gutes Spiel gesehen", sagte der Neuhofner Sektionsleiter. Genau diesen Eindruck hatte die Partie auch aus Sicht der Gastgeber: viel Intensität, zwei Mannschaften auf Augenhöhe und über die gesamten 90 Minuten kaum Phasen, in denen das Tempo völlig herausgenommen wurde. Zur Pause stand es zwar 0:0, doch Berhuber fand trotzdem klare Worte zum Spielverlauf. "Ich glaube schon, dass wir behaupten können, dass wir über neunzig Minuten die bessere Mannschaft waren, auch mit den torgefährlicheren Chancen." Gleichzeitig machte er deutlich, dass dieser Eindruck auch mit der Qualität des Gegners zu tun hatte. Ried sei "eine sehr starke und kompakte Mannschaft", die besonders im Mittelfeld und in der Offensive viel Qualität mitbringe.

Chancen waren da, Treffer blieb aus

Dass am Ende dennoch nur ein Punkt auf Neuhofner Seite stehen blieb, lag für Berhuber vor allem an der fehlenden Konsequenz in den entscheidenden Momenten. Schon vor der Pause habe seine Mannschaft genug Möglichkeiten gehabt, um das Spiel in die richtige Richtung zu lenken. "Wir haben in der ersten Halbzeit schon gute Chancen gehabt, wo wir in Führung gehen können, vielleicht sogar müssen", sagte er. Besonders eine Standardsituation blieb ihm dabei in Erinnerung, als Ried noch auf der Linie klärte. Nach dem Seitenwechsel bot sich den Gastgebern dann die wohl größte Möglichkeit des Abends, doch auch der Elfmeter blieb ungenutzt. Berhuber wollte sich darauf aber nicht ausreden. "Nichtsdestotrotz hätten wir die Vielzahl an Chancen einfach besser fertigspielen müssen, vielleicht mit etwas mehr Entschlossenheit." Genau dort sah er auch den Unterschied zwischen einem ordentlichen Auftritt und einem möglichen Heimsieg. "Es hat nicht viel gefehlt, aber vielleicht einfach die letzten ein, zwei Prozent Entschlossenheit, vielleicht ein direkter Schuss oder ein einfaches Passspiel im letzten Moment." Dass auch Ried zu seinen Chancen kam, verschwieg er dabei nicht: "Auf der anderen Seite hatte Ried auch Chancen. Von daher war es ein sehr enges Spiel mit Vorteilen für uns."

Geschlossene Leistung, fairer Rahmen und Blick nach vorne

Trotz des Ärgers über die liegen gebliebenen Punkte überwog bei Berhuber nicht die Enttäuschung über die Leistung seiner Mannschaft, sondern eher das Gefühl, dass der Auftritt insgesamt in die richtige Richtung geht. "Der Spirit der gesamten Mannschaft hat komplett gepasst", sagte er und hob hervor, dass die Union Neuhofen von Beginn an fokussiert gewesen sei. "Die Mannschaft ist über den Kampf in das Spiel gekommen und hatte dann auch sehr viele gute spielerische Momente dabei." Für ihn stand daher unter dem Strich eine "wirklich gute und tolle geschlossene Mannschaftsleistung", die sich aus seiner Sicht nur nicht voll belohnte. Auch den Gegner beschrieb er in einem sehr respektvollen Ton. Die Spiele gegen die Union Ried seien "immer sehr intensiv, aber immer fair", beide Teams würden sich über 90 Minuten nichts schenken und könnten sich danach "toll die Hand geben". Zu Schiedsrichter Parwin meinte Berhuber, es habe keine spielentscheidenden Aufreger gegeben, die Leistung des Unparteiischen sei "grundsolide" und habe gut zu diesem Spiel gepasst. So blieb am Ende ein 0:0, das in Neuhofen nicht wirklich wie ein gewonnener Punkt aufgenommen wurde. "Auch wenn wir gefühlt eher zwei Punkte verloren als einen gewonnen haben, denke ich trotzdem, dass die Richtung stimmt." Der Auftrag für die kommenden Tage ist für ihn klar: an diese Leistung anknüpfen und "im nächsten Spiel" wieder die drei Punkte holen.