Spielberichte

„Wir schaffen es momentan nicht, dass wir uns belohnen“ – Glück nicht auf unserer Seite! ASV gibt 2:1 noch aus der Hand!

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SC Zauner Group Kronstorf
ASV Haidershofen-Behamberg

In der 1. Klasse Ost hat ASV Raika Haidershofen-Behamberg beim SC Zauner Group Kronstorf eine bittere 2:3-Niederlage kassiert. Nach dem 1:1 zur Pause gingen die Gäste direkt nach Wiederbeginn in Führung, standen am Ende aber doch ohne Punkte da. Trainer Ahmet Rahmanovic führte das vor allem auf die vielen Ausfälle, die umgebaute Defensive und erneut unglückliche Gegentore zurück.

Verschiedene Fußballtore auf einem Trainingsplatz

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Schwieriger Beginn, dann kommt Haidershofen ins Spiel

Rahmanovic hatte schon unmittelbar nach dem Schlusspfiff keinen Zweifel daran, wie schwer diese Aufgabe für seine Mannschaft war. „Wir sind mit sehr großen Personalsorgen nach Kronstorf gekommen. Unsere komplette Viererkette musste umgebaut werden“, sagte der Trainer der Gäste. Dazu kamen aus seiner Sicht schwierige Platzverhältnisse, die den Spielfluss zusätzlich erschwerten. Kronstorf nutzte diese Phase früh aus und ging bereits in der 12. Minute durch Andre Drausinger mit 1:0 in Führung. Rahmanovic ordnete auch dieses Tor klar ein: „Das 1:0 ist wieder durch eine Standardsituation gefallen, weil wir den Ball im Sechzehner nicht klären konnten.“ Danach aber fand Haidershofen besser hinein. Der Trainer sprach davon, dass sich seine junge Mannschaft „immer mehr gesteigert“ habe und auf schwierigem Boden versucht habe, Fußball zu spielen. Kurz vor der Pause wurde dieser Aufwand belohnt, als Felix Schlößl in der 40. Minute zum 1:1 traf. Aus Sicht des ASV passte dieses Tor gut in die Phase, weil die Gäste nach und nach Zugriff bekamen und sich in die Partie hineinarbeiteten.


Direkt nach der Pause vorne – und doch wieder ohne Ertrag

Der Start in die zweite Halbzeit lief dann sogar genau in die Richtung, die sich Haidershofen vorgestellt hatte. Kaum war die Partie wieder freigegeben, traf Dominik Hönickl in der 46. Minute zum 2:1 für die Gäste. Rahmanovic sprach davon, dass seine Mannschaft „viel Druck“ gemacht und den zweiten Treffer nach der Pause nachgelegt habe. Lange hielt diese Führung allerdings nicht. In der 68. Minute fiel das 2:2 durch ein Eigentor von Pascal Schwarzlmüller, und auch diese Szene blieb dem Trainer besonders hängen. Er schilderte, dass ein Spieler seines Teams in dieser Phase draußen behandelt wurde und Haidershofen deshalb kurzzeitig in Unterzahl war. „Wir spielen zu zehnt, fahren noch einen Angriff und laufen in einen Konter“, sagte Rahmanovic. Danach sei die Partie offener geworden, ohne dass sich seine Mannschaft dafür belohnt hätte. In der Nachspielzeit bekam Kronstorf noch eine letzte Standardsituation, und Eldin Dzebic erzielte in der 91. Minute das 3:2. Gerade dieses späte Gegentor machte die Niederlage aus Sicht der Gäste besonders bitter, weil nach einer Führung und einem langen, intensiven Spiel am Ende wieder nichts Zählbares blieb.

„Das war ein Knackpunkt für mich“

In der Analyse wurde Rahmanovic deutlich, ohne seine eigene Mannschaft hart anzugehen. Vielmehr verwies er immer wieder auf die personelle Lage, die seine Elf schon vor dem Anpfiff begleitet hatte. „Aufgrund von vier, fünf Ausfällen mussten wir die Viererkette umstellen. Das war ein Knackpunkt für mich“, erklärte er. Auch im Zentrum habe es Veränderungen gegeben, und genau diese fehlende Eingespieltheit habe man in so einer engen Partie gespürt. Besonders ärgerlich war für ihn, dass Haidershofen trotz guter Phasen erneut an Situationen scheiterte, die aus seiner Sicht vermeidbar gewesen wären. „Wir sind immer ganz nah dran“, sagte der Trainer, ergänzte aber auch: „Das Glück ist nicht auf unserer Seite.“ Dazu kam eine Szene aus der ersten Halbzeit, die er ausdrücklich erwähnte. Nach seiner Darstellung ging Dominik Hönickl früh allein Richtung Tor, kam nach seinem Abschluss mit dem Tormann in Kontakt, doch die Pfeife blieb stumm. Den Unparteiischen insgesamt wollte Rahmanovic deshalb aber nicht zum Thema machen. „Im Grunde genommen hat der Schiedsrichter das Spiel relativ gut geleitet“, stellte er klar.

Erste Saisonniederlage, aber weiter Hoffnung im Lager des ASV

So blieb unter dem Strich die erste Niederlage der Saison, und genau das machte den Nachmittag aus Sicht der Gäste doppelt unangenehm. Rahmanovic sprach von einem Spiel, in dem er seiner Mannschaft „keinen Vorwurf“ machen könne. Vor allem den jungen Spielern stellte er ein ordentliches Zeugnis aus: „Man kann ihnen den Einsatz nicht absprechen. Sie haben alles versucht.“ Gleichzeitig forderte er aber auch mehr Konsequenz über die volle Spielzeit, weil solche Begegnungen in dieser Liga aus seiner Sicht oft an Standards, zweiten Bällen und an der letzten Entschlossenheit hängen. „Wir schaffen es momentan nicht, dass wir uns regelmäßig belohnen“, sagte der Trainer, und genau dieser Satz fasste seinen Eindruck nach dem 2:3 am besten zusammen. Mit sechs Punkten aus fünf Spielen bleibt Haidershofen vorerst im Mittelfeld, während die Enttäuschung über dieses späte Gegentor noch nachwirken dürfte. Trotzdem blickt der ASV nicht nur negativ auf die Partie. Rahmanovic sieht seine Mannschaft spielerisch „auf einem sehr guten Weg“ und hofft nun vor allem darauf, dass sich der Kader stabilisiert und das nötige Quäntchen Glück wieder zurückkommt.

1. Klasse Ost: SC Zauner Group Kronstorf : Haidershofen-Behamberg - 3:2 (1:1)

  • 91
    Eldin Dzebic 3:2
  • 68
    Eigentor durch Pascal Schwarzlmüller 2:2
  • 46
    Dominik Hönickl 1:2
  • 40
    Felix Schlößl 1:1
  • 12
    Andre Drausinger 1:0