Spielberichte

"Ganz wichtig war, dass wir endlich angeschrieben haben" – Stein holt im Derby den ersten Punkt

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ATSV Stein
FC Aschach/Steyr

In der 1. Klasse Ost hat ATSV Malerei u. Fassaden Stein im Derby gegen FC LACKWERK 44 Aschach beim 1:1 den ersten Punkt der Saison geholt. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte ein sehenswerter Volley von Jonas Schinkinger die Gastgeber voran, ehe Arslan Nesimovic ausglich. Co-Trainer Christoph Bachinger sprach danach von einem gerechten Remis und hob vor allem Laufbereitschaft, Zweikampfführung und Einstellung seiner Mannschaft hervor.

Zwei Spieler und der Schiedsrichter kurz vor dem Anstoß

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Viel Kampf und wenige Geschenke vor der Pause

Schon die erste Halbzeit lief genau in jene Richtung, die Bachinger nach dem Schlusspfiff beschrieb. "Es war ein sehr kampfbetontes, laufintensives Match", sagte der Co-Trainer, und das spiegelte sich auch im 0:0 zur Pause wider. Stein hielt mit viel Einsatz dagegen, ging konsequent in die Zweikämpfe und arbeitete gegen einen Gegner, den man laut Bachinger genau so erwartet hatte. Aschach suchte immer wieder den direkten Weg mit langen Bällen, dazu verfügten die Gäste über gute offensive Leute. Gerade deshalb war es für die Gastgeber wichtig, die Partie offen zu halten und nicht früh ins Hintertreffen zu geraten. Dass nach 45 Minuten noch kein Treffer gefallen war, passte zum Charakter dieses Derbys, in dem beide Seiten viel investierten und sich nichts schenkten.


Zwei Treffer, die auch dem Co-Trainer gefielen

Nach dem Seitenwechsel bekam das Spiel dann auch seine Tore, und beide Treffer blieben bei Bachinger in guter Erinnerung. In der 58. Minute brachte Jonas Schinkinger die Steiner mit 1:0 nach vorne. Der Co-Trainer fand dafür klare Worte: "Das 1:0 für Stein war ein Volleyschuss von Jonas Schinkinger. Sensationell hat er den Ball getroffen." Lange halten konnte die Führung der Gastgeber aber nicht. In der 76. Minute stellte Arslan Nesimovic auf 1:1. Auch diesen Treffer ordnete Bachinger als sehenswert ein. Aschach habe die Aktion "gut herausgespielt", dazu sei es eine "gute Einzelaktion" gewesen und am Ende auch "schön vollendet". Für ihn stand deshalb fest: "Eigentlich waren es zwei sehr schöne Tore." Mehr als diese beiden Aktionen ließ die Partie am Ende nicht zu, weshalb es beim 1:1 blieb.

Stein bringt das Geplante auf den Platz, vorne fehlt noch die Klarheit

Aus Sicht der Gastgeber war das Remis vor allem deshalb wertvoll, weil Stein vieles von dem auf den Platz brachte, was man sich vorgenommen hatte. "Bei uns haben die Laufbereitschaft, die Einstellung und das Zweikampfverhalten gut funktioniert. Es war genauso, wie wir es uns vorgenommen haben", sagte Bachinger. Gleichzeitig sprach er aber auch offen an, warum aus dem Punkt kein Sieg geworden ist. Vor allem in der Offensive sieht er noch Luft nach oben. Stein müsse die Angriffe "einfacher, direkter und ohne komplizierte Passstafetten" zu Ende spielen. Diese Einschätzung passte für ihn auch zum Gesamtbild eines Spiels, in dem die Gastgeber zwar mit Einsatz und Ordnung dagegenhielten, sich im letzten Drittel aber noch zu oft das Leben selbst schwer machten. Gerade gegen eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel wäre dort vielleicht noch mehr drinnen gewesen.

Ein gerechtes Remis und ein wichtiger erster Zähler

Dass am Ende kein Sieger feststand, war für Bachinger daher stimmig. "Im Großen und Ganzen ist es ein gerechtes Unentschieden", sagte er. Einen Anteil daran hatte aus seiner Sicht auch die Haltung seiner Mannschaft bis zum Schluss. "Wir haben bis zum Schluss gefightet", betonte der Co-Trainer und verwies darauf, dass einige Spieler schon "auf der Reserve" gelaufen seien, die Einstellung aber trotzdem gepasst habe. Besonders wichtig war für Stein, nach den ersten Runden endlich anzuschreiben. "Ganz wichtig war, dass wir endlich angeschrieben haben", sagte Bachinger. Eine diskutierbare Entscheidung des Schiedsrichters wollte er nach dem Derby nicht groß machen. "Der Schiedsrichter hat sicher sein Bestes gegeben", meinte er, auch wenn nicht alle am Platz jede Szene gleich gesehen hätten. Unter dem Strich blieb für Stein damit ein Punkt, der vor allem über Einsatz, Laufarbeit und die richtige Einstellung geholt wurde.

1. Klasse Ost: ATSV Stein : Aschach/Steyr - 1:1 (0:0)

  • 76
    Arslan Nesimovic 1:1
  • 58
    Jonas Schinkinger 1:0