In der 1. Klasse Ost hat USV Remax Alpha St.Ulrich Juniors das Heimspiel gegen Sportunion Wartberg an der Krems mit 6:2 gewonnen. Trainer Peter Ritt sah seine Mannschaft von Beginn an präsent und über weite Strecken klar am Drücker. Nur rund um die beiden Gegentore gab es einen kurzen Wackler, danach zog St. Ulrich wieder deutlich davon und brachte den Heimsieg souverän ins Ziel.

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St. Ulrich legte die Partie genau so an, wie es sich Ritt vorgestellt hatte. Felix Baumgartner brachte die Gastgeber in der 11. Minute in Führung, Elias Caliskan erhöhte in der 17. Minute auf 2:0 und Lukas Genshofer stellte in der 37. Minute sogar auf 3:0. Der Trainer hob diese Phase nach dem Spiel ganz bewusst hervor. „Wir waren von Anfang an präsent, sind früh in Führung gegangen und waren eigentlich die ganzen neunzig Minuten spielbestimmend“, sagte Ritt. Gerade weil St. Ulrich so schnell ins Spiel fand, bekam die Mannschaft früh die Kontrolle. Auch deshalb sprach der Trainer davon, dass die frühe 1:0-, 2:0- und 3:0-Führung für den späteren Verlauf besonders wichtig gewesen sei.
Ganz ohne Gegenwehr lief die Partie aber nicht durch. Noch vor der Pause verkürzte Visar Hasani in der 43. Minute auf 3:1, und direkt nach dem Seitenwechsel machte Szilard Perlaki das 3:2. Genau diese Phase meinte Ritt, als er von einem kurzen Durchhänger seiner Mannschaft sprach. „Die Mannschaft war sich teilweise zu sicher, da haben wir noch zwei Gegentore bekommen. Aber dann haben wir Moral gezeigt und noch nachgesetzt“, erklärte er. Entscheidend war aus seiner Sicht, dass die Antwort sofort kam. Alexander Hainböck stellte in der 53. Minute auf 4:2, nur zwei Minuten später erhöhte Baumgartner mit seinem zweiten Treffer auf 5:2. Für Ritt war damit klar, wohin das Spiel kippte: „Nach dem 4:2 ist es nur mehr in unsere Richtung gegangen.“
Mit dieser Reaktion war die Richtung endgültig vorgegeben. St. Ulrich blieb das aktivere Team und setzte in der 73. Minute noch einen drauf, als Jakob Dorn den sechsten Treffer erzielte. Ritt machte nach dem Spiel deutlich, worin er die größte Stärke seiner Mannschaft gesehen hatte. „Unsere größte Stärke war, dass wir die Tore gemacht haben und in der Defensive trotzdem gut gestanden sind – bis auf die zwei Gegentore“, sagte der Trainer. Den Gegner wollte er dabei nicht kleinreden. Wartberg sei „nicht ungefährlich“ gewesen, meinte Ritt, stellte aber ebenso klar fest, dass sein Team „in allen Belangen besser“ gewesen sei. Diese Einschätzung passt zu einem Spiel, in dem St. Ulrich nach dem 3:2 nicht nervös wurde, sondern sofort wieder das Kommando übernahm.
Trotz sechs erzielter Tore war Ritt mit dem Auftritt nicht in jedem Punkt restlos zufrieden. Vor allem die beiden Gegentreffer blieben für ihn ein Thema, weil sie aus seiner Sicht zu einfach fielen. „Die zwei Gegentore waren zu leicht für den Gegner gemacht“, sagte er. Dazu kam, dass er auch im Abschluss noch Möglichkeiten für mehr gesehen hatte: „Bei den Abschlüssen hätten wir noch einige Tore machen können.“ Gerade diese Mischung aus deutlichem Ergebnis und klarer Analyse zeigt, wie der Trainer den Nachmittag einordnet. Der 6:2-Erfolg bringt den Juniors in Runde neun wichtige drei Punkte und festigt mit nun 17 Zählern Platz drei in der Tabelle. Strittige Szenen gab es laut Ritt keine, auch mit der Leistung des Schiedsrichters war er einverstanden: „Der Schiedsrichter war gut.“