In der 1. Klasse Ost hat die SPG SK Vorwärts/ATSV Steyr am Samstagnachmittag die Union St. Marien klar mit 5:1 geschlagen. Das Ergebnis war deutlich, aus Sicht von Co-Trainer Marco Schorkopf hätte der Heimsieg aber sogar noch höher ausfallen können. Vor allem die frühe Führung, viel Kreativität nach vorne und eine über weite Strecken klare Kontrolle machten für ihn den Unterschied.

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Die Gastgeber waren von Beginn an voll da. Schon in der 2. Minute traf Albin Dzafic zum 1:0, und genau dieser Start war für Schorkopf ein wesentlicher Punkt in dieser Partie. "Wir gingen unglaublich früh in Führung und hatten dann wieder Chancen wie am Fließband", sagte der Co-Trainer nach dem Spiel. Auch nach dem 1:1, das Nicola Margeta in der 23. Minute erzielte, blieb Steyr am Drücker und verlor die Linie nicht. Edi Dzafic stellte in der 29. Minute auf 2:1, kurz vor der Pause legte Albin Dzafic mit seinem zweiten Treffer das 3:1 nach. Damit hatten sich die Hausherren bis zur Halbzeit jene Führung erarbeitet, die für Schorkopf auch dem Verlauf entsprach.
Mit dem Ergebnis war Schorkopf natürlich zufrieden, mit der Chancenverwertung davor aber nicht restlos. Seine Mannschaft habe die Partie über weite Strecken bestimmt und vor allem im letzten Drittel viele gute Aktionen gehabt. "Die Jungs waren sehr dominant und spielbestimmend, haben heute sehr viel Kreativität gezeigt", meinte er. Gerade deshalb störte ihn, dass aus der Überlegenheit nicht noch mehr gemacht wurde. "Wenn ich ehrlich bin, könnte da auch ein 8:1 oder 9:1 stehen", sagte Schorkopf offen. In der Schlussphase sorgten Lukas Grüner in der 76. Minute und Tolga Demir in der 80. Minute zwar noch für den 5:1-Endstand, doch beim Co-Trainer blieb trotzdem der Eindruck, dass seine Mannschaft vor dem Tor sogar noch viel mehr hätte mitnehmen können.
Ebenso wichtig wie die fünf Treffer war für den Steyrer Co-Trainer die Art, wie seine Mannschaft insgesamt auftrat. "Die größte Stärke war die Kreativität, die wir heute am Platz gezeigt haben", sagte Schorkopf. Dazu kam aus seiner Sicht, dass sein Team dem Gegner nur wenig Räume ließ und die Partie fast durchgehend unter Kontrolle hatte. "Wir haben das wirklich gut unter Kontrolle gehabt. Wir haben die spielbestimmenden Personen von Sankt Marien eigentlich komplett aus dem Spiel genommen." Dass Union St. Marien laut Schorkopf abgesehen vom Gegentor kaum zu Möglichkeiten kam, passte für ihn ins Gesamtbild. Auch die Haltung seiner Mannschaft gefiel ihm: "Man merkte, wir wollten den Sieg einfach mehr."
Ganz ohne Kritik wollte Schorkopf den Nachmittag dennoch nicht abhaken. Der deutliche Heimsieg änderte für ihn nichts daran, dass im Abschluss noch Luft nach oben bleibt. "Wenn ich mir die Chancen ansehe, müssten wir bei noch mehr Toren stehen. Daran werden wir weiterarbeiten", kündigte er an. Positiv hob er nach der Partie auch den Unparteiischen hervor: "Schiedsrichter Eidenberger war heute wirklich ruhig und richtig gut für diese Partie." Für Vorwärts war es damit nicht nur ein überzeugender Auftritt in Runde neun, sondern auch ein Ergebnis mit Wert für die Tabelle. Die Steyrer bleiben als Zweiter dicht an Spitzenreiter Sierning dran und untermauerten mit diesem 5:1, dass sie derzeit zu den stärksten Teams der Liga gehören.