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"Nach dem 2:1 hätten wir den Sack zumachen müssen" – ASV Haidershofen/Behamberg gibt Sieg aus der Hand

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ATSV Stein
ASV Haidershofen-Behamberg

In der 1. Klasse Ost hat sich der ATSV Malerei u. Fassaden Stein vom ASV Raika Haidershofen-Behamberg mit einem 2:2-Unentschieden getrennt. Für Neo-Trainer Ahmet Rahmanovic fühlte sich das Remis aus Gästesicht dennoch wie zwei verlorene Punkte an, weil der Bezirksliga-Absteiger das Spiel nach frühem Rückstand drehte, danach aber entscheidende Chancen liegen ließ und sich für eine aus seiner Sicht über weite Strecken spielbestimmende Leistung nicht voll belohnte.

Fußball liegt im Tornetz

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Stein trifft früh, Haidershofen dreht Partie

Der Nachmittag begann für die Gäste alles andere als nach Wunsch. Schon nach fünf Minuten brachte Matteo Hödl die Gastgeber 1:0 in Führung, nachdem Stein laut Rahmanovic aus einem Foul nahe der Strafraumgrenze Kapital schlug. Der Trainer schilderte die Szene so: "Wir waren in den ersten fünf Minuten nicht auf Höhe. Dann machen wir ein unnötiges Foul am Sechzehner und bekommen durch diesen Freistoß gleich das 1:0." Dass Thomas Brandstetter den Ball dabei nicht entscheidend sichern konnte, sprach Rahmanovic offen an, viel schwerer wog für ihn aber die Reaktion danach. Genau die fiel aus Sicht der Gäste stark aus. Haidershofen ließ sich vom frühen Rückschlag nicht aus der Bahn bringen, riss das Spiel an sich und kam in der 16. Minute zum Ausgleich. Jakob Schlößl traf zum 1:1, nachdem die Gäste nach Aussage ihres Trainers mit gutem Angriffspressing einen Fehler im Aufbau erzwangen. "Wir haben uns nicht beirren lassen, sofort wieder das Spiel an uns gerissen und es dann auch klar dominiert", sagte Rahmanovic. Nur acht Minuten später war die Partie gedreht. Wieder war Jakob Schlößl entscheidend beteiligt, diesmal als Vorbereiter, ehe Aleksa Mikulic in der 24. Minute zum 2:1 für Haidershofen traf. Rahmanovic gefiel vor allem, wie seine Mannschaft trotz personeller Umstellungen sofort wieder Zugriff bekam: "Die Jungs haben sich gleich wieder fokussiert, weil sie wussten, dass wir die Qualität haben und spielerisch überlegen sind."


2:1 als Knackpunkt der ersten Hälfte

Genau in dieser Phase sah der Trainer später auch den Punkt, an dem sein Team den möglichen Auswärtssieg aus der Hand gab. Nach der Wende zum 2:1 blieb Haidershofen am Drücker, kam laut Rahmanovic zu ein oder zwei sehr guten Möglichkeiten, brachte aber kein drittes Tor nach. "Der entscheidende Moment war für mich schon das 2:1", sagte er. "Da hatten wir noch zwei hundertprozentige Chancen. Wenn du die machst, gehst du mit einem 3:1 in die Pause und der Gegner ist angeschlagen." Stattdessen blieb Stein in der Partie und kam in der 37. Minute zurück. Wieder war es Matteo Hödl, der zum 2:2 ausglich und damit seinen Doppelpack schnürte. Rahmanovic ärgerte weniger der Abschluss selbst als die Entstehung davor. Er sprach von einem langen Ball, einem Pingpong vor dem Sechzehner und davon, dass seine Mannschaft die ersten, zweiten und dritten Bälle nicht konsequent genug klärte. "Das war ausschlaggebend", hielt er fest. Weil Haidershofen in dieser Drangphase den Sack nicht zumachte, ging es trotz zwischenzeitlicher Überlegenheit nur mit einem 2:2 in die Kabinen. Auch deshalb fiel sein Urteil über den Halbzeitstand deutlich aus: "Zu diesem Zeitpunkt war das für mich eher unverdient."

Viele Chancen, alte Schwachstelle und Blick nach vorne

Nach der Pause sah Rahmanovic seine Mannschaft wieder als das aktivere Team. Er sprach von einer klaren Ansage in der Kabine und davon, dass seine Elf das Spiel unbedingt erneut an sich reißen wollte. "Wir waren auch in der zweiten Halbzeit klar spielbestimmend", sagte der neue Trainer, der gleichzeitig anerkennende Worte für die Gastgeber fand. Der ATSV Stein habe "organisiert, fokussiert und sehr willig" verteidigt und sich den Punkt mit großem Einsatz erarbeitet. Auf der anderen Seite blieb bei den Gästen das Gefühl, zu wenig aus ihren Möglichkeiten gemacht zu haben. Rahmanovic sprach von "unzähligen Chancen", die nicht verwertet wurden, und brachte damit die Hauptursache für das Remis auf den Punkt: "Wenn man die Chancen nicht nutzt, muss man sich mit dem Punkt zufriedengeben." Dazu kam für ihn eine Schwäche, die sein Team in dieser Saison schon öfter begleitet hat. "Die meisten Tore bekommen wir wieder nach Standards, zweiten Bällen oder Eckbällen. Das ist ein Schwachpunkt von uns", sagte er. Gleichzeitig wollte er die Leistung seiner Mannschaft nicht kleinreden, zumal der ASV Haidershofen/Behamberg laut Trainer mit mehreren Ausfällen im Zentrum und in der Viererkette anreisen und deshalb improvisieren musste. "Ich kann meiner Mannschaft nicht viel vorwerfen. Die Einstellung und der Wille waren da", betonte Rahmanovic. Nach zuvor drei Siegen in Folge schmerzt das 2:2 zwar, der Grundton blieb aber trotz der Enttäuschung zuversichtlich. Der Blick geht schon auf das Heimspiel gegen Neuhofen, für das der Trainer wieder personelle Entlastung erwartet. "Wir richten den Blick nach vorne", sagte Rahmanovic. "Wir wissen, wozu die Mannschaft fähig ist."

1. Klasse Ost: ATSV Stein : Haidershofen-Behamberg - 2:2 (2:2)

  • 37
    Matteo Hödl 2:2
  • 24
    Aleksa Mikulic 1:2
  • 16
    Jakob Schlößl 1:1
  • 5
    Matteo Hödl 1:0