Spielberichte

„Jeder hat für jeden gekämpft“ – FC Aschach/Steyr holt sich 2:0-Erfolg mit konsequentem Pressing

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Union Ried/Trkr.
FC Aschach/Steyr

In der 1. Klasse Ost hat die Union Ried/Traunkreis am Sonntagnachmittag gegen den FC LACKWERK 44 Aschach/Steyr mit 0:2 verloren. Zur Pause lagen die Gäste nach dem Treffer von Florian Gmainer schon vorne, in der Schlussphase legte Lorenz Losbichler nach. Für Neo-Trainer Murat Caliskan lag der Grund für den Auswärtssieg klar auf der Hand: viel Pressing, eine stabile Defensive und eine Mannschaft, in der jeder für jeden gekämpft hat.

Fußball mit Sternen-Design auf Rasen

Foto von Daniel Norin auf Unsplash


Aschach war von Beginn an im Arbeitsmodus

Caliskan machte nach dem Schlusspfiff keinen großen Bogen um das Spiel, sondern kam schnell zu dem Punkt, der ihm am wichtigsten war. „Jeder hat für jeden gekämpft. Wir haben als richtige Mannschaft zusammengespielt und fast nichts zugelassen“, sagte der Aschach-Coach. Genau das sei von der ersten Minute anzusehen gewesen. Seine Mannschaft habe gewusst, dass Ried mit zwei Stürmern auftreten würde, und habe sich darauf eingestellt. „Defensiv waren wir sehr stark. Wir haben gewusst, dass sie mit zwei Stürmern spielen und offensiv gehen. Wir haben dann nichts mehr durchgelassen“, so Caliskan. Besonders gefiel ihm, dass seine Elf den Plan nicht nur phasenweise, sondern über die gesamte Distanz durchgezogen habe. „Von Anfang an auf Pressing, und das haben wir ganze 90 Minuten durchgebracht“, sagte er. Dass Ried laut Caliskan auf einige gute Spieler verzichten musste, nahm der Trainer zwar wahr, er stellte aber klar, dass für ihn vor allem die eigene Leistung den Ausschlag gegeben habe.

Gmainer bringt Aschach auf Kurs, Losbichler macht den Deckel drauf

Auch bei den beiden Treffern blieb Caliskan ganz bei jener Linie, die er seiner Mannschaft schon im Training mitgegeben hatte. Das 1:0 in der 24. Minute durch Florian Gmainer entstand aus seiner Sicht genau so, wie er es sehen wollte: nach Ballgewinn hinten, schnell und geradlinig nach vorne. „Wir haben hinten den Ball gewonnen und mit drei Kontakten nach vorne gespielt“, schilderte er. Viel Ballhalten wollte er nicht sehen, vielmehr schnelles Weiterleiten und direktes Spiel. Gmainer profitierte davon und brachte die Gäste damit auch mit einer 1:0-Führung in die Pause. Beim zweiten Tor in der 82. Minute verwies Caliskan auf eine weitere Entscheidung von der Bank. Er hatte, wie er erzählte, in der 65. Minute einen jungen Spieler gebracht und dabei ein gutes Gefühl gehabt. Lorenz Losbichler machte dann das 2:0. Caliskan erklärte den Treffer damit, dass Aschach eine Unsicherheit bei scharfen Abschlüssen ausnutzen wollte. Vor allem aber passte auch dieses Tor zu seinem Eindruck eines Auftritts, bei dem seine Mannschaft „alles eingesetzt“ habe, was in den vergangenen zwei Wochen trainiert worden sei.

„Wenn einer einen Fehler gemacht hat, war der andere da“

Am meisten Nachdruck legte der neue Trainer aber nicht auf einzelne Szenen, sondern auf das Miteinander seiner Mannschaft. „Das Zusammenspiel und das Zusammenhalten haben mir gefallen“, sagte Caliskan. Für ihn sei entscheidend gewesen, dass jeder einzelne Spieler bereit war, die Wege für den anderen mitzugehen. „Wenn einer einen Fehler gemacht hat, war der andere da“, betonte er. Auch im Spiel gegen den Ball sah er den Unterschied. Immer wenn die Union Ried zum Tormann oder zurück in die Abwehr spielen musste, habe der FC Aschach das Pressing angezogen. „Da haben sie die Fehler selber gemacht und wir haben das ausgenutzt“, meinte der Coach. Selbst seine kurze Einschätzung zu Schiedsrichter Habichler passte in dieses Bild eines kampfbetonten nachmittags: Anfangs sei viel laufen gelassen worden, insgesamt sprach Caliskan aber von einer „Top-Leistung“. Für Aschach ist der Auswärtssieg jedenfalls ein weiterer Schritt nach vorne. Nach neun Runden stehen die Gäste bei 15 Punkten auf Rang sechs, während Ried mit elf Zählern Achter bleibt. Caliskan, erst seit eineinhalb Wochen bei der Mannschaft, zog daraus ein schlichtes, aber deutliches Fazit: „Das, was wir trainieren, setzen wir ein. Darauf bin ich stolz.“

1. Klasse Ost: Ried i.Trkr. : Aschach/Steyr - 0:2 (0:1)

  • 82
    Lorenz Losbichler 0:2
  • 24
    Florian Gmainer 0:1