Spielberichte

SPG Vorwärts/ATSV Steyr trotzt in Kremsmünster Nebel und Verzögerung: „Wir hatten das Spiel eigentlich über neunzig Minuten unter Kontrolle“

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
TUS Kremsmünster
Vorwärts/ATSV Steyr

In der 1. Klasse Ost hat sich der TUS Kremsmünster am Freitagabend gegen die SPG SK Vorwärts/ATSV Steyr mit 0:2 geschlagen geben müssen. Dichter Nebel und schlecht sichtbare Linien sorgten schon vor dem Anpfiff für Diskussionen, doch die Gäste behielten nach der Verzögerung die Ruhe. Co-Trainer Marco Schorkopf sprach von einem verdienten Sieg, weil seine Mannschaft die Partie „über 90 Minuten unter Kontrolle“ gehabt habe.

Schuhe mit Tornetz

Image by Med Ahabchane from Pixabay


Anpfiff erst nach Nachbesserung

Schon vor dem ersten Ballkontakt war klar, dass das kein gewöhnlicher Unterhaus-Abend werden würde. Schorkopf schilderte, dass das Spiel „eigentlich auf der Kippe“ gestanden sei, weil der Schiedsrichter zunächst gar nicht anpfeifen wollte. Der Grund dafür waren laut dem Vorwärts-Co-Trainer schlecht gezogene Linien, dazu kam der starke Nebel. „Der Sechzehner war nicht zu sehen, die Mittellinie nicht zu sehen“, sagte Schorkopf, ehe nachgebessert wurde und die Partie mit deutlicher Verspätung beginnen konnte. Dazu kam ein großer Platz und ein feuchter Boden, also genau jene Mischung, die den Spielfluss schwer macht. Trotzdem hatte Schorkopf aus Sicht der Gäste von Beginn an das Gefühl, dass seine Mannschaft die Dinge im Griff hatte. „Es war heute wirklich sehr schwierig durch den starken Nebel, aber wir hatten das Spiel eigentlich über neunzig Minuten unter Kontrolle“, so seine klare Einordnung.

Grüner bringt Vorwärts auf Kurs, Dzafic macht Deckel drauf

Fußballerisch war es unter diesen Bedingungen kein Spiel, in dem viele feine Aktionen zu erwarten waren. Umso wichtiger war für Vorwärts, dass in der 26. Minute der erste Treffer fiel. Lukas Grüner brachte die Gäste mit dem 0:1 in Führung, laut Schorkopf mit einem Weitschuss aus rund 25 Metern. Bezeichnend für diesen Abend: „Wir sahen eigentlich nur noch den Ball im Tor“, erzählte der Co-Trainer. Mit dem 0:1 ging es auch in die Pause, und nach Seitenwechsel blieb das Bild aus Sicht der Steyrer ähnlich. Kremsmünster hielt kämpferisch dagegen, worauf Schorkopf ausdrücklich hinwies: „Kremsmünster muss ich ein Lob aussprechen. Kämpferisch war das wirklich eine tolle Leistung.“ Die Hausherren lauerten vor allem auf Konter, kamen laut dem Vorwärts-Co-Trainer auch ein paar Mal in Tornähe, wirklich gefährlich wurde es aber kaum. „Wir haben das alles solide verteidigt“, sagte Schorkopf. In der 79. Minute stellte dann Edi Dzafic auf 0:2 und setzte damit den Schlusspunkt unter einen Auswärtssieg, der weniger von Glanz als von Kontrolle lebte.

Abend für das Kollektiv

Dass Schorkopf nach dem Spiel keinen einzelnen Mannschaftsteil oder Spieler besonders herausheben wollte, passte zu diesem Abend. Auf die Frage, was besonders gut funktioniert habe, dass diese Partie unter den Sichtverhältnissen nicht für feine Unterschiede taugte. Der Co-Trainer sprach stattdessen von einem Kollektivlob, weil der dichte Nebel vieles erschwerte und die Mannschaft ihr gewohntes Spiel „so direkt nicht aufziehen“ konnte. Dazu kam, dass man nach seinen Worten teils gar nicht sah, was auf der anderen Seite des Platzes passierte. Gerade deshalb bewertet er den Auftritt seiner Mannschaft hoch. Für Vorwärts bleiben drei Punkte, die Tabellenführung und das Gefühl, auch an einem komplizierten Abend geliefert zu haben. Einen kleinen Seitenhieb auf die Rahmenbedingungen gab es trotzdem noch: „Wenn man weiß, dass man dort ständig mit Nebel zu kämpfen hat, sollte man vielleicht keine Abendspiele ansetzen.“

1. Klasse Ost: Kremsmünster : Vorwärts/ATSV Steyr - 0:2 (0:1)

  • 79
    Edi Dzafic 0:2
  • 26
    Lukas Grüner 0:1