In der 1. Klasse Ost hat ASV Raika Haidershofen-Behamberg gegen Union Neuhofen an der Krems mit 5:0 gewonnen und schon in den ersten Minuten die Richtung klar vorgegeben. Trainer Ahmet Rahmanovic sah den Schlüssel in einem kompromisslosen Beginn: Seine Mannschaft presste hoch, traf in Minute zwei und sechs und nahm der Partie damit früh viel Spannung. Zur Pause stand es bereits 4:0, am Ende war es ein klarer Heimsieg.

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Viel länger als zwei Minuten mussten die Zuschauer nicht auf die erste Weichenstellung in diesem Spiel warten. Felix Schlößl brachte Haidershofen früh in Führung, nur vier Minuten später legte er das 2:0 nach. Für Rahmanovic war genau diese Anfangsphase der Knackpunkt. "Wir haben die ersten zehn Minuten zwei Tore geschossen, sehr schnell und sehr gut rausgespielt. Das hat gleich viel Druck aus der Partie genommen", sagte der Trainer. Genau so habe man den Auftritt auch angelegt. "Wir hatten den Plan, dass wir zu Hause sofort mit viel Druck und hohem Pressing auftreten wollen, und das ist uns aufgegangen." Nach diesem Start blieb Haidershofen am Drücker. In Minute 20 erhöhte Ricardo Gerstmayr auf 3:0, ehe Jakob Schlößl in Minute 39 noch vor der Pause das 4:0 nachlegte. Rahmanovic sprach deshalb auch von einer ersten Halbzeit, in der seine Mannschaft "zu Recht und sehr verdient" vorne gelegen sei.
Der Trainer hob nach dem Schlusspfiff nicht nur die Tore hervor, sondern vor allem die Art, wie seine Mannschaft das Spiel angenommen hat. "Die Jungs haben von der ersten Minute an maximales Tempo gespielt", sagte Rahmanovic, der nach dem Remis zuletzt diesmal eine deutlich entschlossenere Leistung gesehen hatte. Besonders wichtig war ihm, dass sein Team nicht nur vorne wirksam war, sondern auch gegen den Ball sofort präsent. "Wir haben jeden Lauf gemacht, wir haben jeden Zweikampf angenommen", erklärte er. Dazu sei Haidershofen in der ersten, zweiten und dritten Welle sehr stark gewesen. Entsprechend schwer kam Neuhofen überhaupt in die Partie. "Es ist fast gar nichts vom Gegner durchgekommen", sagte der Trainer. Auch den Unterschied zwischen beiden Mannschaften brachte er klar auf den Punkt: "Wir waren in jedem Zweikampf bissiger, schneller und aggressiver, vor allem im Angriffspressing." Dass es aus seiner Sicht keine Aufregung rund um die Spielleitung gab, erwähnte Rahmanovic ebenfalls: Es habe keine relevanten Szenen gegeben, der Schiedsrichter habe die Partie "sehr gut geleitet".
Nach dem deutlichen 4:0 zur Halbzeit nutzte Haidershofen die zweite Hälfte auch dazu, personell etwas zu verändern. Rahmanovic sprach davon, dass einige Wechsel vorgenommen wurden und die Youngsters ihre Chance bekamen. Gerade deshalb freute ihn nicht nur das fünfte Tor, sondern auch die Null auf der Gegenseite. "Das hat mich sehr gefreut, dass wir in der zweiten Halbzeit kein Tor bekommen haben", sagte er. Den letzten Treffer des Nachmittags erzielte in der Nachspielzeit Lukas Fiala, der laut seinem Trainer erst 16 Jahre alt ist. Überhaupt sei die Mannschaft personell angeschlagen gewesen. "Die ganze Ersatzbank hatte einen Schnitt von vielleicht siebzehn Jahren", meinte Rahmanovic, umso höher bewertete er die Leistung. Ganz ohne kleinen Wunschzettel ging er dennoch nicht nach Hause: "Wir hätten die eine oder andere Chance noch besser ausnutzen können, dann steht es vielleicht sogar sieben oder acht zu null." Am klaren Eindruck änderte das aber nichts. Haidershofen fuhr in Runde zehn einen deutlichen Heimsieg ein, hält nun bei 19 Punkten und bleibt damit in der Spitzengruppe der Liga dabei.