In der 1. Klasse Ost hat der SC Zaunergroup Kronstorf beim FC LACKWERK 44 Aschach trotz 1:0-Pausenführung mit 1:2 verloren. Trainer Lukas Eder führte die Niederlage vor allem auf die mangelnde Chancenauswertung zurück, ordnete die Partie aber auch vor dem Hintergrund einer schweren Knieverletzung von Innenverteidiger Florian Stöbich ein. Schon nach 13 Minuten, so schilderte er es, rückte das Ergebnis für den Aufsteiger in den Hintergrund.
Dabei hatte Kronstorf eigentlich genau so begonnen, wie man sich ein Auswärtsspiel wünscht. Jonas Kreindl brachte die Gäste in der 11. Minute mit 1:0 in Führung, und auch Eder sagte klar, dass seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt gut in der Partie war. Dann aber folgte die Szene, die aus seiner Sicht alles überlagerte. „Das Spiel war nach 13 Minuten die Nebensache, weil sich unser Innenverteidiger schwer am Knie verletzt hat und der Notarzt geholt werden musste“, sagte der Trainer. Dass eine solche Unterbrechung Wirkung auf eine Mannschaft hat, erklärte sich beinahe von selbst. Trotzdem hielt Eder fest, dass Kronstorf auch danach nicht auseinanderfiel, sondern weiter ordentlich im Spiel blieb.
Gerade das machte die Niederlage aus Sicht der Gäste so bitter. Eder betonte nämlich ausdrücklich, dass seine Mannschaft auch nach der langen Unterbrechung die aktivere und die Mannschaft mit den besseren Torchancen gewesen sei. „Wir waren auch nach der Verletzung gut im Spiel. Die Mannschaft hat kurz gebraucht, war aber trotzdem die gefährlichere Mannschaft“, sagte er. Vor allem im Umgang mit den Möglichkeiten sah er den Knackpunkt. „Wir hatten genügend Chancen, das 2:0 zu machen und das Spiel zu entscheiden“, erklärte der Kronstorfer Trainer. Noch deutlicher wurde er an anderer Stelle: „Der Unterschied war unsere mangelnde Chancenauswertung vor dem Tor.“ Dass aus einer der drei sehr guten Möglichkeiten kein zweiter Treffer wurde, war für ihn letztlich der Moment, an dem die Partie offenblieb, obwohl Kronstorf sie nach seiner Einschätzung früher hätte zumachen können.
Weil das 2:0 ausblieb, blieb der FC Aschach in Reichweite und kam in der 66. Minute durch Lorenz Losbichler zum 1:1 zurück. Damit war die gute Ausgangslage der Gäste dahin, und in der Schlussphase kippte die Partie endgültig. „Gegen Ende haben uns ein wenig die Kraft und die Konzentration verlassen“, sagte Eder. In der Nachspielzeit traf Losbichler noch einmal und machte mit dem 2:1 den späten Heimsieg perfekt. Eder sprach insgesamt von „einem sehr kampfbetonten Spiel mit einem glücklicheren Ende für die Aschacher auf einem sehr schwer bespielbaren Platz“. Auch Schiedsrichter Fejziu wollte er nicht zum Thema machen. „Wir hatten diese Saison sicher schon bessere Referees, aber der Unparteiische war sicher nicht spielentscheidend dafür, dass wir am Ende 1:2 verloren haben.“ So blieb für den SC Kronstorf sportlich vor allem die Erkenntnis, dass die Führung nicht konsequent genug abgesichert wurde. Über dem Spiel stand aber ohnehin die schwere Verletzung, die das Ergebnis schlussendlich zweitrangig machte.