In der 1. Klasse Ost hat sich die Union Maria Neustift am Sonntagnachmittag mit 3:1 gegen die Union Ried/Traunkreis durchgesetzt und damit einen wichtigen Heimsieg eingefahren. Trainer Mario Wittmann machte danach vor allem das geschlossene Auftreten des Aufsteigers und bisherigen Tabellenletzten zum entscheidenden Punkt. „Wir sind von der ersten Sekunde an als Team aufgetreten“, sagte er und sah genau darin den Ausschlag in einer intensiven Partie.

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Der Start in die Begegnung war nach Wittmanns Eindruck alles andere als ruhig. „Es war eine sehr turbulente Anfangsphase. Chancen von Ried und Chancen von uns“, schilderte der Trainer, der ein Spiel ohne langes Abtasten gesehen hatte. Beide Mannschaften waren also von Beginn an sofort mittendrin, doch mit Fortdauer dieser ersten Phase bekam Maria Neustift den besseren Zugriff. Wittmann sagte dazu auch: „Wir hatten dann die besseren Möglichkeiten.“ Belohnt wurde das in der 18. Minute mit dem 1:0, als Felix Grossalber für die Gastgeber traf. Der Trainer erklärte den Treffer so, dass der Ball aus dem Spiel heraus gut erlaufen und dann verwertet wurde. Mit dieser Führung ging Maria Neustift auch in die Pause, was in einer Partie mit offenem Beginn ein wichtiger Schritt war.
Dass dieses Spiel nach dem Seitenwechsel noch einmal kippen konnte, machte Wittmann in seiner Analyse deutlich. „Nach der Halbzeit haben wir ungefähr fünfzehn Minuten den Faden verloren“, sagte er offen und benannte damit genau jene Phase, in der Ried im Traunkreis zurückkam. In der 52. Minute nutzten die Gäste das zum 1:1 durch Daniel Pekic. Für Maria Neustift war das der unangenehme Moment des Nachmittags, doch genau darauf kam die Reaktion, die Wittmann von seiner Mannschaft sehen wollte. „Wir kamen dann wieder stärker zurück“, sagte er, und diese Steigerung war auch am Ergebnis abzulesen. In der 68. Minute brachte Samuel Schweighuber die Heimischen wieder in Führung. Laut Wittmann fiel dieser Treffer über die Seite, dazu kam eine „schöne Vorlage von Adrian Schweighuber auf seinen Bruder Samuel Schweighuber“. Den Schlusspunkt setzte Lukas Schweighuber in der 83. Minute mit dem 3:1, erneut nach einem Angriff über außen, diesmal mit einem Kopfball als Abschluss.
Im Mittelpunkt der Einordnung des Trainers stand nach dem Abpfiff weniger ein einzelner Spieler als vielmehr die mannschaftliche Geschlossenheit. „Jeder für jeden“, brachte es Wittmann auf den Punkt und machte klar, dass er den Sieg vor allem als Erfolg der gesamten Gruppe sieht. Er bezog dabei nicht nur die Startelf ein, sondern das ganze Umfeld der Mannschaft. „Auch alle Trainer, die Mannschaft, die Ersatzspieler und die 1b haben uns sehr gepusht und sehr unterstützt“, sagte er. Für ihn war das kein Nebenaspekt, sondern ein zentraler Grund dafür, dass Maria Neustift nach dem 1:1 nicht auseinanderfiel, sondern wieder zulegte. Noch deutlicher wurde er beim Vergleich beider Teams: „Der Unterschied war, dass wir von der ersten Sekunde an den Sieg mehr wollten.“ Genau diese Haltung war für Wittmann an diesem Nachmittag stärker als die Schwächephase nach der Pause.
Auch für den Gegner fand Wittmann nach dem Heimsieg respektvolle Worte. „Der Gegner war sehr kampfstark. Es war generell ein kampfbetontes Spiel und sie haben sich so teuer wie möglich verkauft“, sagte der Trainer über die Gäste, die nach dem Ausgleich durchaus wieder in der Partie waren. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft danach die richtige Antwort fand. Diskussionen rund um den Spielverlauf sah er keine. Im Gegenteil: Den Unparteiischen lobte Wittmann ausdrücklich und sprach von einer „sehr souveränen Leistung von Schiedsrichter Haliti“, strittige Szenen habe es aus seiner Sicht nicht gegeben. Für die Union Maria Neustift bleibt nach diesem 3:1 also ein Erfolg, der Selbstvertrauen geben kann, auch wenn Wittmann einen Punkt sofort wieder ansprach. Die rund 15 Minuten nach der Pause, in denen seine Mannschaft den Faden verlor, seien jener Bereich, „den wir noch verbessern können“. Genau dort wird der Trainer in den kommenden Einheiten ansetzen.