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„Alles war da, nur die Kaltschnäuzigkeit hat gefehlt“ – USV St. Ulrich Juniors lassen in Molln Punkte liegen

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SV Molln
USV St. Ulrich Juniors

In der 1. Klasse Ost trennten sich der SV Molln und die USV Remax Alpha St.Ulrich Juniors torlos. Für Trainer Peter Ritt blieb nach dem Auswärtsspiel vor allem das Gefühl, dass für den Aufsteiger mehr drin gewesen wäre. Vor allem die erste Hälfte sah er klar bei seinen Juniors, nur im Abschluss fehlte aus seiner Sicht genau das, was am Ende den Unterschied gemacht hätte.

Spieler steht mit dem Fuß auf einem orangenen Ball

Foto von RF._.studio _ bei Pexels

Vor der Pause klar mehr vom Spiel

Peter Ritt musste nach dem Schlusspfiff nicht lange überlegen, wo für ihn der Kern dieser Partie lag. Aus seiner Sicht hatten die Juniors speziell in der ersten Halbzeit alles im Griff, ohne sich dafür auf der Anzeigetafel zu belohnen. „Wir waren in der ersten Halbzeit dominierend“, sagte der Trainer, und er legte gleich nach: „Gefühlt hatten wir achtzig Prozent Ballbesitz.“ Damit war auch die Stoßrichtung seiner Analyse klar. St. Ulrich hatte laut Ritt die Spielanteile, war am Ball das aktivere Team und ließ Molln zunächst vor allem verteidigen. Zur Pause stand es aber dennoch 0:0, und genau dieser Zwischenstand passte aus seiner Sicht nicht zu dem Aufwand, den seine Mannschaft bis dahin betrieben hatte.


Guter Aufbau, vor dem Tor zu wenig

Dass es am Ende bei diesem 0:0 blieb, erklärte Ritt fast durchgehend mit einem Punkt: dem fehlenden Nachdruck im Abschluss. „Vor dem Tor haben wir die Chancen nicht genutzt“, sagte er, obwohl er seine Mannschaft spielerisch insgesamt auf einem guten Weg sah. Besonders mit dem Aufbau war der Trainer einverstanden. „Der Spielaufbau hat gut funktioniert. Bis auf den Torabschluss hat’s gehapert“, fasste er zusammen. Dazu kam, dass nach seiner Einschätzung auch der gegnerische Tormann einen starken Tag erwischte. „Der Tormann vom Gegner war richtig gut und hat einige Chancen gehalten“, meinte Ritt. Eine Möglichkeit endete zudem an der Querlatte. Für den Trainer war das in Summe einfach zu wenig Ertrag für eine Phase, in der seine Mannschaft viel investierte und das Spiel aus seiner Sicht auf ihre Seite hätte ziehen können.

Molln verteidigte gut, auch Schiedsrichter war Thema

Ritt wollte das torlose Remis allerdings nicht nur auf die eigene Chancenverwertung reduzieren. Er sprach auch davon, dass Molln seine Sache in der Defensive ordentlich gemacht habe. „Der Gegner ist eine junge Mannschaft und hat gut verteidigt“, sagte der Trainer. Damit erklärte er auch, warum die Überlegenheit seiner Elf nicht automatisch zu Toren führte. Ein zweiter Punkt, der ihm nach dem Spiel ebenfalls hängenblieb, war die Leistung von Schiedsrichter Kuljici. Ritt formulierte das deutlich, aber sachlich: „Der Referee war nicht richtig gut, hat unnötige Gelbe hergegeben. Die Entscheidungen waren auf beiden Seiten schwer nachvollziehbar.“ Besonders störte ihn dabei, dass aus seiner Sicht kaum Gesprächsbereitschaft da war. „Mit ihm hat man nicht sprechen können, er hat nur seine Meinung gehabt“, sagte Ritt.

Punkt, der sich für die Juniors nicht ganz rund anfühlt

So blieb für den USV St. Ulrich unter dem Strich ein Auswärtspunkt, mit dem man leben kann, der sich laut Trainer aber nicht wirklich nach einem zufriedenstellenden Sonntagnachmittag anfühlte. Gerade weil Ritt sein Team spielerisch vorne sah, war die Schlussfolgerung für ihn eindeutig. „Alles andere wäre da gewesen, nur die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor hat gefehlt“, sagte er. Das klingt nicht nach einem Spiel, in dem seiner Mannschaft alles misslungen wäre, sondern eher nach einem Auftritt, bei dem ein entscheidendes Detail fehlte. In der Tabelle stehen die Juniors nach zehn Runden mit 18 Punkten auf Rang vier, und genau deshalb wird man dieses 0:0 wohl vor allem als verpasste Chance sehen, aus einer ordentlichen Leistung noch mehr herauszuholen.