Hart, aber fair – so fasst Co-Trainer Raphael Wintersteiger den Auswärtssieg von Union FKS/Pfeil-Design Mehrnbach bei Union Woodstock St. Martin im Innkreis in der 1. Klasse Süd-West zusammen. Die Gäste setzten sich mit 3:1 durch. Wintersteigers Eindrücke zeichnen ein Spiel mit Phasenwechseln: Vor der Pause fühlte sich Mehrnbach am Ball sicher, verbuchte ein Chancenplus und stellte nach der eigenen Führung (Torschütze: Sebastian Weiermann) auf kontrollierte Absicherung mit schnellem Umschalten um. Der Wind prägte vor allem ruhende Bälle; St. Martin entfaltete bei Ecken spürbare Wucht und traf nach einem Corner (Torschütze: Daniel Klaffenböck). Gleichzeitig lobte Wintersteiger Disziplin, Zusammenhalt und eine souveräne Spielleitung – eine intensive, aber faire Partie ohne große Aufreger.

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Aus Mehrnbacher Sicht bestimmten Ballbesitz und Chancen das Geschehen vor der Pause. Zur Einschätzung des Chancenbilds sagte er: „Wir haben einige Chancen vorgefunden. In der zweiten Halbzeit kamen wir immer wieder über Konter zu Möglichkeiten. Auch St. Martin hatte bei Standards gute Chancen, wo unser Tormann gut reagiert hat. Das Chancenplus war aber auf unserer Seite.“ Beim Ballbesitz sieht er ein klares Gefälle zwischen den Halbzeiten: „In der ersten Halbzeit lag der Ballbesitz klar bei uns, wir waren ruhiger am Ball und hatten die Spielkontrolle. In der zweiten Halbzeit hat sich das Blatt etwas gewendet: St. Martin hatte mehr vom Spiel.“
Die Bedingungen stellten beide Teams vor Aufgaben – insbesondere bei ruhenden Bällen. Wintersteiger hält fest: „Es war sehr windig, deshalb waren die Standardsituationen für beide Mannschaften schwierig. St. Martin strahlte bei Ecken viel Gefahr aus und hat einen Treffer nach einer Ecke gemacht. Bei Standards war St. Martin gefährlicher.“ Zur Gangart auf dem Platz sagte er: „Es war eine sehr kampfbetonte Partie, aber nicht unfair – hart, aber fair.“ Strittige Szenen blieben aus – verbunden mit Lob für die Leitung: „Wir hatten einen sehr guten Schiedsrichter, der die Partie souverän geleitet hat; es gab kaum strittige Szenen.“
Die Pausenjustierung fiel bewusst minimalistisch aus: „Wir haben zur Pause nichts Grundlegendes verändert. In der zweiten Halbzeit standen wir etwas defensiver, haben aber im Verbund sehr gut verteidigt und nach der Führung (Torschütze: Sebastian Weiermann) eher auf Konter gelauert.“
Für die kommenden Wochen setzt Wintersteiger auf dieselben Tugenden: „Wir müssen genau wieder so auftreten – taktisch sehr diszipliniert und als gesamtes Team an unserer Leistungsgrenzen gehen. Die nächsten Wochen mit sehr starken Gegnern sind eine Mammutaufgabe, aber wir sind bereit.“