Spielberichte

Union Raiffeisen Neukirchen/Enknach, Trainer, Harald Erbschwendtner: „Wir schauen von Spiel zu Spiel – das nächste ist das schwierigste.”

USV St. Pantaleon
Neukirchen/E.

Auswärts beim USV St. Pantaleon lieferte Union Raiffeisen Neukirchen/Enknach in der 1. Klasse Süd-West ein intensives Kräftemessen – und danach zeichnete Harald Erbschwendtner ein klares Bild der Lage. Er sprach von einem kampfbetonten, aber fairen Kellerduell, in dem beide Teams dringend Punkte brauchten. Inhaltlich rückte er weniger das Resultat als vielmehr die Wendepunkte, die Umsetzung der Vorgaben und die Mentalität in den Fokus. „Das Endergebnis war gerecht”, hielt er fest. Prägend waren aus seiner Sicht der vergebene Elfmeter der Hausherren, eine deutlich schärfere Passtreue nach der Pause und die Reaktion seiner Mannschaft auf Rückschläge. Für die kommenden Tage kündigte Erbschwendtner konzentrierte Arbeit und einen nüchternen Blick nach vorne an.

Fußballspieler mit Ball in Bewegung

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Wendepunkte: vergebener Elfer, klare Ansagen und späte Durchsetzung

Neukirchen startete nach Erbschwendtners Eindruck gut, geriet jedoch früh mit 0:1 in Rückstand (7., Tobias Fuchs) und musste sich neu sortieren. Ein Knackpunkt: „Dann ist die Situation gekommen – St. Pantaleon hat einen Elfer verschossen.” Spätestens nach der Halbzeit bekam seine Elf das Spiel zu fassen. Taktisch brauchte es keine Korrektur, sondern Konsequenz und Präzision: „Ich habe nichts umgestellt, nur in der Halbzeit klar gesagt, dass wir gut im Spiel sind.” Der Ausgleich fiel kurz nach Wiederbeginn zum 1:1 (46., Petrica Trandafir), später steckte sein Team auch das 1:2 weg (58., Sinisa Milicevic), glich zum 2:2 aus (61., Adrian Dragomir) und drehte die Partie in der Schlussphase. Sein Fazit zum Finish: „Dann haben wir das 3:2 gemacht (64., Lucian Stolojescu) und das 4:2 (78., Lucian Stolojescu) – wir hätten sogar noch höher gewinnen können.”

Chancen, Balance und Ballbesitz: leichter Vorteil für Neukirchen

Aus Trainersicht lag das Chancenplus bei den Gästen: „Wir hatten sechs, sieben Großchancen. St. Pantaleon hatte auch zwei, drei.” Beim Ballbesitz sah er ein nahezu ausgeglichenes Verhältnis – mit kleinem Plus für seine Elf: „Vom Ballbesitz her war es hübsch ausgeglichen, wenn nicht ein Tick mehr bei uns.” Die Torfolge untermauert den Verlauf: St. Pantaleon stellte auf 0:1 (7., Tobias Fuchs), nach dem 1:1 (46., Petrica Trandafir) legten die Hausherren noch einmal auf 1:2 nach (58., Sinisa Milicevic). Adrian Dragomir glich zum 2:2 aus (61.), ehe Lucian Stolojescu mit einem Doppelpack zum 2:3 und 2:4 traf (64., 78.).

Intensität, Fairness und der Blick nach vorn

Die Partie war hart, aber sauber geführt. Erbschwendtner hob das Zweikampfniveau hervor; strittige Szenen gab es aus seiner Sicht keine. Standards spielten kaum eine Rolle – abgesehen vom vergebenen Strafstoß der Gastgeber. Auch der Unparteiische bekam Lob: „Der Schiri hat die Sache sehr gut gemacht und spielen lassen.” Inhaltlich nahm der Coach vor allem die Passtreue in die Pflicht, die nach der Pause spürbar anzog: „Der Ball muss beim Mitspieler ankommen – mit Tempo.” Mit Blick auf das nächste Heimspiel bleibt er strikt im Jetzt: „Wir schauen nur von Spiel zu Spiel – das nächste ist wieder das schwierigste.” Er erwartet erneut ein enges Kellerduell („da spielt der Drittletzte gegen den Vorletzten”) und kündigt eine fokussierte Trainingswoche an, um am Sonntag wieder „ein ordentliches Spiel” abzuliefern.

1. Klasse Süd-West: St. Pantaleon : Neukirchen/E. - 2:4 (1:0)

  • 78
    Lucian Stolojescu 2:4
  • 64
    Lucian Stolojescu 2:3
  • 61
    Adrian Dragomir 2:2
  • 58
    Sinisa Milicevic 2:1
  • 46
    Petrica Trandafir 1:1
  • 7
    Tobias Fuchs 1:0