Spielberichte

ATSV Mattighofen – Trainer Werner Hartl: „Wir waren mutig – nur das Tor fehlte“ nach 0:1 in Handenberg

TSU Handenberg
ATSV Mattighofen

Nach dem Duell in der 1. Klasse Süd-West zwischen TSU Mitterbauer Handenberg und dem ATSV Mattighofen überwogen bei Werner Hartl zwei Gefühle: große Zufriedenheit mit dem Auftritt und Ärger über ausgelassene Möglichkeiten. Der Trainer schilderte ein ausgeglichenes, technisch gutes Kräftemessen, in dem seine Elf die klareren Chancen vorfand, jedoch an der Effizienz scheiterte. Die entscheidende Szene sah er nach einer Ecke mit viel Betrieb im Fünfmeterraum. Trotz der knappen 0:1-Niederlage bleibt sein Fazit positiv – auch weil er weder strittige Momente noch überharte Aktionen ausmachte und die Unparteiischen ausdrücklich lobte. Für das nächste Spiel erwartet Hartl denselben couragierten Auftritt wie in Handenberg und betont seine grundsätzliche Zufriedenheit mit der Leistung.

Trainingsball in Weiß, Blau und Orange. Im Hintergrund trainieren Spieler bei Flutlicht

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Spiel auf Augenhöhe, Chancenplus für Mattighofen

Hartl ordnete den Verlauf mit klaren Worten ein: „Der Spielverlauf war eigentlich ein bisschen auf unserer Seite.“ Beim Ballbesitz sah er kein Übergewicht für eine Seite, die besseren Möglichkeiten aber sehr wohl bei seiner Mannschaft: „Ballbesitz war beidseits gleich, aber die bestmöglichen Torchancen hat halt Mattighofen gehabt.“ In seiner Wahrnehmung kam Handenberg lediglich einmal richtig gefährlich durch, während seine Elf mehrere aussichtsreiche Situationen vorfand. Der Tenor des Trainers: Plan und Auftreten passten, seine Mannschaft agierte mutig und zielstrebig – nur das Tor fiel nicht.

Ecke als Wendepunkt und bitteres Abschlusspech

Wie eng die Partie verlief, zeigen Hartls Schilderungen der Schlüsselmomente: „Wir haben das leere Tor nicht getroffen, haben dann einen Pfostenschuss gehabt.“ Das Gegentor beschrieb er als Produkt einer Standardsituation mit viel Betrieb im Fünfmeterraum: „Wir haben das Tor durch eine Ecke bekommen – ein bisschen Gestochere im Fünfer, und der Ball war drin – Torschütze: Milos Bilic.“ Auch insgesamt blieben Standards bis auf diese Szene unauffällig: „Nein, da war eigentlich keine Ecke oder kein Freistoß auffällig. Es war nur der eine, der zum Tor geführt hat – eigentlich nicht gefährlich, aber zu unserem Pech ist der Ball in die Maschen gegangen.“ Nach dem Rückstand verbuchte Mattighofen laut Hartl noch vier „Hundertprozentige“, die ungenutzt blieben – sinnbildlich für einen Nachmittag, an dem Einsatz, Struktur und Tempo stimmten, der Ertrag aber ausblieb. Am Ende stand das knappe 0:1, das sich aus seiner Sicht nicht zwingend aus dem Chancenverhältnis ableiten ließ.

Ruhig bleiben, fair bleiben – und nach vorne schauen

An der Marschroute änderte Hartl auch in der Pause nichts: „Ich bin bei unserem Plan geblieben, weil einfach das Spiel sehr gut gelaufen ist. Ich habe da nichts verändern müssen.“ Das Duell erlebte er als technisch sauber und ohne Aufregerthemen: „Nein, es hat keine strittige Situation gegeben.“ Ein ausdrückliches Lob richtete er an die Unparteiischen: „Ich wollte nur sagen: eine sehr gute Schiedsrichterleistung.“ In Summe überwiegt beim Coach Zuversicht: Leistung und Haltung seiner Mannschaft stimmen, nun soll die Effizienz folgen. Entsprechend der Blick nach vorn: Er erwartet im kommenden Spiel denselben mutigen, stabilen Auftritt wie in Handenberg – und sieht die Basis dafür gelegt, dass sich das Chancenplus künftig auch im Ergebnis niederschlägt.

1. Klasse Süd-West: Handenberg : ATSV Mattighofen - 1:0 (0:0)

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    Milos Bilic 1:0