Ein intensives Nachbarschaftsduell: Zwischen Union FKS/Pfeil-Design Mehrnbach und USV TOPFenster Pattigham/Pramet entwickelte sich in der 1. Klasse Süd-West eine Partie, die vom Zweikampf lebte und von klaren Momenten bei ruhenden Bällen geprägt war. Michael Hintenaus ordnete die Geschehnisse mit kühlem Blick ein, sprach von harter Arbeit in den Duellen und legte den Fokus auf Disziplin statt Spektakel. Seine Worte nach dem Spiel klangen nach Pragmatismus – und nach klaren Leitlinien für die kommenden Aufgaben.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Die Begegnung gehörte der Kategorie „ehrliche Fußballarbeit”. Der Tenor von der Seitenlinie war eindeutig: „Kampfbetontes Spiel. Beide Mannschaften mit guter Taktik.” Über weite Strecken bestimmten robuste Duelle das Bild, ohne dass die Ordnung verloren ging. In der Summe blieben die ganz großen Möglichkeiten rar gesät, was der Coach knapp auf den Punkt brachte: „Großchancen waren Mangelware. Viele Standards.” Genau diese ruhenden Bälle schoben sich im Verlauf immer stärker ins Rampenlicht – als Quelle für Gefahr und als Katalysator für die entscheidenden Momente eines umkämpften Abends, in dem beide Teams wenig hergaben und der kleinste Fehler sofort geahndet wurde.
Die erste zwingende Szene brachte gleich den Dosenöffner: Der Weg zur Führung führte über die linke Seite, eingeleitet von einem traumhaften Pass, der den Torschützen in Position brachte – er setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch und chippte den Ball ins lange Eck. In Zahlen bedeutete das: In der 12. Minute brachte Oliver Danninger Pattigham/Pramet mit 1:0 in Front. Mehrnbach antwortete vor der Pause mit dem stärksten Pfeil im eigenen Köcher: Standards. „Immer wieder Gefahr durch die Standards. Eins zu eins aus einem Freistoß aus halb rechter Position.” Passend dazu glich Michael Reifeltshammer in der 36. Minute nach einem ruhenden Ball zum 1:1 aus. Zur Halbzeit stand es 1:1 – die Partie offen, das Kräfteverhältnis ausbalanciert, die Zweikämpfe auf Kante genäht.
So intensiv es zuging, so unspektakulär blieb das Drumherum. Aufreger? Kaum. Der Coach hielt fest: „Strittige Szenen waren nicht wirklich viele vorhanden. Viele harte Zweikämpfe und ja, einmal reklamierte Mehrnbach Elfmeter. Kann ich nicht sagen, ob es einer war.” Der Blick richtete sich nach vorn – mit einem klaren Plan für die Trainingsarbeit und die nächsten Partien: „Ja, unsere Ausrichtung wird gleich bleiben. Natürlich müssen wir über den Zweikampf unsere Spiele wieder gestalten.”