Ein Nachmittag, der ausgeglichen begann und dann kippte: Beim Duell zwischen TSU Mitterbauer Handenberg und UFC Burgkirchen in der 1. Klasse Süd-West schildert Gäste-Trainer Mirza Kujovic eine Partie, die wegen Ausfällen im Kader und eigener Fehler deutlicher ausging, als es der Start vermuten ließ. Er spricht von einer ordentlichen Anfangsphase, einem Bruch vor der Pause und einer defensiven Anpassung nach dem Seitenwechsel, die weiteren Schaden begrenzen sollte.

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Zu Beginn rieben sich beide Seiten in vielen Zweikämpfen und kurzen Umschaltmomenten auf. „Die ersten 25 bis 30 Minuten waren ziemlich ausgeglichen, dann hat Handenberg das Ruder übernommen“, ordnete Kujovic ein. Begünstigt durch Unsauberkeiten im Burgkirchner Aufbau gewannen die Hausherren zunehmend die Kontrolle. Der Bruch kam noch vor der Pause, als die Gäste die Kompaktheit verloren und Handenberg konsequent nachlegte. Zur Halbzeit stand es 0:4 – ein Zwischenstand, der die Dynamik des ersten Durchgangs treffend abbildete und eine klare Anpassung in der Kabine nötig machte.
Kujovic’ Analyse ist deutlich: „Die Gegentore sind durch eigene Fehler und gut ausgespielte Angriffe des Gegners entstanden.“ Die meisten Treffer fielen aus dem Spiel heraus. Handenberg nutzte die Phasen, in denen Burgkirchen nachließ, eiskalt: Alexander Burgstaller stellte in der 11. Minute auf 0:1, Milos Bilic erhöhte in der 34. Minute auf 0:2, Marcel Krammer legte in der 39. Minute das 0:3 nach, ehe Burgstaller in der 44. Minute den 0:4-Halbzeitstand fixierte. Mit jedem Tor wuchs die Sicherheit der Gastgeber, während Burgkirchen kaum längere Ballbesitzphasen aufbauen konnte.
Nach dem Seitenwechsel stellte Burgkirchen um: tiefer stehen, enger verschieben, weniger Risiko. Der Plan ging über weite Strecken auf, klare Handenberger Gelegenheiten wurden seltener. Kurz vor Schluss setzte der Gastgeber dennoch den Schlusspunkt: Bilic traf in der 81. Minute zum 0:5 und schnürte damit seinen Doppelpack. Strittige Szenen prägten den Nachmittag nicht; entscheidend waren die Wucht des Gegners und die eigenen Nachlässigkeiten. Einen Einzelnen wollte Kujovic nicht herausheben – sinnbildlich für ein Spiel, in dem Kollektivarbeit und Kollektivfehler den Ton angaben.