Spielberichte

Nullnummer in St. Martin: ATSV-Coach Werner Hartl lobt Avramovic – „Müssen an der Chancenverwertung arbeiten“

Union St. Martin/I.
ATSV Mattighofen

Zwischen Union Woodstock St. Martin im Innkreis und ATSV Mattighofen entwickelte sich in der 1. Klasse Süd-West ein geduldiges, von Vorsicht geprägtes Duell. Mattighofens Coach Werner Hartl ordnete nüchtern ein: „Taktisch geprägt auf jeden Fall. Keiner wollte ein Tor kassieren auf beiden Seiten.“ Dass es beim 0:0 blieb, passte zum Gesamtbild: kontrolliert, mit Fehlern auf beiden Seiten, starken Torhütern und liegen gelassenen Möglichkeiten.

Duell zweier Spieler in grünen und weißen Trikots

Foto von Ian Taylor auf Unsplash

Disziplin statt Risiko – ein Spiel auf Messers Schneide

Die Partie lebte von Balance, Kompaktheit und dem Willen, keine Räume preiszugeben. Hartl brachte das Grundgefühl klar auf den Punkt: „Nein, das Spiel war sehr ausgeglichen auf beiden Seiten. Viele Fehler.“ Beide Mannschaften hielten die Ordnung hoch und wollten vor allem Stabilität wahren – ein Ansatz, der die Offensivreihen zähmte und den Rhythmus mitunter stocken ließ. Sinnbildlich stand die torlose erste Hälfte, in der das Ringen um Kontrolle dominierte und keine Seite nachhaltig das Kommando übernahm. Zur Pause stand es 0:0.

Frühe Bewährungsprobe, Aluminiumtreffer – und zwei Keeper im Mittelpunkt

Einzelne Szenen ragten dennoch heraus. In den ersten zehn Minuten kam St. Martin zur ersten klaren Möglichkeit, doch Mattighofens Tormann Ivan Avramovic reagierte stark und verhinderte den frühen Rückstand. Auf der Gegenseite fehlten dem ATSV in der ersten Halbzeit wenige Zentimeter: Ein Lattentreffer stand exemplarisch für das ständige „Fast“-Moment dieser Begegnung. Auch nach Standards entstand selten klare Gefahr. Die beste Mattighofener Gelegenheit entschärfte schließlich der starke Schlussmann der Hausherren. So rückten beide Keeper immer stärker in den Fokus, hielten die Null – und prägten ein Spiel, das von defensiver Sorgfalt und dem Verpassen des letzten Passes bestimmt war.

Bestnoten für die Torhüter – und ein klarer Arbeitsauftrag

Bei den auffälligsten Akteuren legte sich Hartl fest: „Bei meiner Mannschaft der Tormann Ivan Avramovic – und bei den Gastgebern ebenfalls der Tormann.“ Inhaltlich zog der ATSV-Coach klare Schlüsse: „Gezielt arbeiten müssen wir an unserer Chancenverwertung. Wir haben pro Spiel fünf, sechs hundertprozentige Chancen und nützen sie derzeit nicht.“