Spielberichte

USV St. Pantaleon-Coach Mijo Ravlija: „An die zweite Halbzeit anknüpfen“ – 2:3 bei Aurolzmünster

TSV Aurolzmünster
USV St. Pantaleon

Ein zähes, kampfgeprägtes Duell in der 1. Klasse Süd-West: Zwischen dem TSV Aurolzmünster und dem USV St. Pantaleon stellte Gäste-Trainer Mijo Ravlija vor allem Charakter und Intensität der Partie heraus. Es war eine zweikampfbetonte Begegnung, in der sich das Momentum drehte, individuelle Fehler Tore ermöglichten und am Ende sogar ein Pfostentreffer in der Schlussminute nachhallte. Die Botschaft ist klar: aus der zweiten Halbzeit Kraft ziehen, Haltung zeigen und den Blick schnell nach vorn richten.

Orange-Schwarzer Ball auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Zwischen Zweikampf und Fehlern: So kippte das Spiel

Aurolzmünster erwischte den besseren Start, doch der St. Pantaleoner Schlussmann parierte in den ersten zehn Minuten zwei gute Möglichkeiten stark. Danach fand St. Pantaleon besser in die Partie – und ging durch Denis Andric  per Fallrückzieher in Minute 27 mit 1:0 in Führung. Ein Torwartfehler brachte die Hausherren zurück: Jonas Reischenböck glich in der 39. Minute zum 1:1 aus. Kurz vor der Pause drehte Philipp Spitzwieser das Spiel aus St. Pantaleoner Sicht zum 1:2 (44.), der Pausenstand lautete 1:2. Direkt nach Wiederbeginn erhöhte Thomas Fellner auf 1:3 (49.). Die Gäste blieben jedoch dran: Ein Abwehrfehler von Aurolzmünster legte den Ball Maximilian Brandstätter vor die Füße – er verkürzte in Minute 59 abgeklärt auf 2:3. In der Schlussminute traf St. Pantaleon noch den Pfosten; aus Ravlijas Sicht wäre das der verdiente Ausgleich gewesen.

Ballbesitz kippt, Standards verpuffen

Im Spielverlauf pendelte die Kontrolle. In Halbzeit eins hatte eher Aurolzmünster die Oberhand, nach dem Seitenwechsel bestimmte St. Pantaleon über weite Strecken das Geschehen und den Ball. Aus ruhenden Bällen entstand auf beiden Seiten wenig Gefahr; die entscheidenden Szenen resultierten vielmehr aus individuellen Fehlern. Aurolzmünster agierte phasenweise direkter und sehr physisch, St. Pantaleon antwortete mit längeren Ballbesitzphasen und klarer Struktur – vor allem nach der Pause.

Ein 18-Jähriger im Fokus und der Blick nach vorn

Einige Leistungen hob Ravlija dennoch hervor. Auf der linken Abwehrseite überzeugte der 18‑jährige Jakob Prenninger, der viele Zweikämpfe gewann. Ebenso verdiente sich Julian Gerhartinger Lob: enorm laufstark, zweikampfhart und stets präsent. Einen „besten Spieler“ wollte der Coach nicht küren – zu sehr war die Partie von Intensität, Duellen und Mentalität geprägt; ein Remis wäre seinem Empfinden nach gerecht gewesen. Der Kurs ist dennoch klar: an die zweite Hälfte anknüpfen und daheim zulegen. „Wir spielen das nächste Spiel zu Hause gegen Ranshofen. Das ist eine kompakte, spielstarke Mannschaft – genau das liegt uns besser. Auf dem Papier sind wir nicht Favorit, aber wir werden Charakter zeigen. Zu Hause sind wir deutlich stärker und hoffen auf die drei Punkte.“ 

1. Klasse Süd-West: Aurolzmün. : St. Pantaleon - 3:2 (2:1)

  • 59
    Maximilian Brandstätter 3:2
  • 49
    Thomas Fellner 3:1
  • 44
    Philipp Spitzwieser 2:1
  • 39
    Jonas Reischenböck 1:1
  • 27
    Denis Andric 0:1