Spielberichte

Gerald Hainzl (WSV-ATSV Ranshofen): „Arbeitssieg in St. Pantaleon – mehr war’s nicht“

USV St. Pantaleon
WSV-ATSV Ranshofen

Zwischen Zufriedenheit und Selbstkritik: Beim Auswärtsauftritt des WSV-ATSV Ranshofen beim USV St. Pantaleon ordnete Trainer Gerald Hainzl den Abend nüchtern ein. Sein Team kontrollierte über weite Strecken das Geschehen, ließ jedoch die frühe Vorentscheidung liegen. Der Tenor: kein Glanzstück, sondern ein ehrlicher Arbeitssieg – mit Phasen der Souveränität und Momenten des Zitterns. In der 1. Klasse Süd-West richtete sich der Blick am Ende mehr nach vorn als aufs Abfeiern des Erreichten.

Fußballspieler im engen Zweikampf

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Führung, verpasste Vorentscheidung

Ranshofen stellte früh die Weichen: In Minute 21 traf Tom Kreilinger zur 1:0-Führung, mit diesem Resultat ging es in die Pause. Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte Michael Aigner in der 52. Minute auf 2:0 – vieles deutete auf einen ruhigen Auswärtsabend hin. Doch St. Pantaleon meldete sich zurück: Tobias Fuchs verkürzte in der 73. Minute auf 2:1, und plötzlich war wieder alles offen. Hainzl schilderte die Dramaturgie so: „Wir sind in der ersten Halbzeit mit 1:0 in Führung gegangen und hatten noch die eine oder andere Chance. Nach dem 2:0 nach der Pause sah alles nach einem souveränen Auswärtssieg aus, aber mit dem 2:1 wurde es noch einmal eng. Wir hatten an der einen oder anderen Stelle Glück, auf der anderen Seite mehrere Konterchancen, um den Sack früher zuzumachen.“

Mehr Ballkontrolle, wenig Glanz

Im eigenen Spiegelbild sah Ranshofen ein Spiel mit viel Ballkontrolle, aber ohne den letzten Punch. Hainzl brachte es auf den Punkt: „Wir hatten mehr Ballkontrolle, aber wir haben zu wenig daraus gemacht und die Partie nicht früh zur Vorentscheidung gebracht.“ Sein Gesamtfazit blieb nüchtern: „Es waren einige offensive Aktionen dabei, aber es war nicht unser bestes Spiel.“ Standards spielten nach seiner Wahrnehmung kaum eine Rolle. Auch zur Leitung auf dem Platz sagte er: „Der Schiedsrichter hat das gepfiffen, was er pfeifen musste. Mehr war nicht zu sagen.“ Am Ende stand der 2:1-Auswärtssieg.

Arbeitsethos und Ausblick

Entscheidend war für Hainzl, die Lehren sofort mitzunehmen: konsequenter abschließen, das Heft früher in der Hand behalten, weniger Raum für Zweifel lassen. Seine Botschaft ans Team blieb klar und realistisch: „Wir haben uns in den ersten Spielen bewiesen. Heute war es kein gutes Spiel, vielleicht auch, weil der Gegner Tabellenletzter war. Vielleicht haben wir ihn unterschätzt. Ohne Arbeit geht gar nichts, und wir wollen ungeschlagen bleiben – das ist wichtig für uns.“

Zwischen Anspruch und Ergebnis bleibt damit eine klare Linie: Struktur bewahren, Chancen entschlossener nutzen und das Tempo bestimmen – um aus engen Spielen wieder Siege zu machen.

1. Klasse Süd-West: St. Pantaleon : WSV-ATSV Ranshofen - 1:2 (0:1)

  • 73
    Tobias Fuchs 1:2
  • 52
    Michael Aigner 0:2
  • 21
    Tom Kreilinger 0:1