Im Spitzenduell der 1. Klasse Süd-West setzte sich der WSV-ATSV Ranshofen nach frühem Rückstand mit 2:1 gegen den UFC Peterskirchen/Tumeltsham/Andrichsfurt durch. Florian Penninger brachte die Gäste früh in Front, zur Pause lag Ranshofen 0:1 zurück. Nach der Halbzeit fielen die Treffer von Michael Aigner (66.) und Edis Omerovic (73.) zur Wende. Trainer Gerald Hainzl sprach von viel Ballbesitz und einem verdienten Sieg: Seine Elf habe „nach dem Ausgleich an sich geglaubt“ und das Spiel kontrolliert. Damit gelang die erhoffte Revanche auf die Niederlage im Herbst.

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Die Partie startete denkbar unglücklich aus Ranshofner Sicht: Schon in der 7. Minute traf Florian Penninger für die Gäste zum 0:1, und das nach einer Standardsituation. Der Rückstand passte zur ersten Halbzeit, in der PTA kompakt stand und wenig zuließ. Gerald Hainzl schilderte diese Phase so: „PTA ist nach einem Standard 1:0 in Führung gegangen. Sie sind in der ersten Halbzeit gut gestanden. Wir haben den Ball laufen lassen und hatten viel vom Spiel, sind aber nicht richtig zwingend geworden.“ Zur Pause lag sein Team 0:1 hinten, die Ausgangslage war heikel – und doch blieb Ranshofen ruhig. Nach dem Seitenwechsel trug das Mehr an Ballbesitz Früchte. „Ich habe der Mannschaft gesagt, sie muss nur daran glauben. Wenn wir den Ausgleich machen, ist noch sehr viel drinnen“, erklärte Hainzl. Genau so kam es: Nach einer starken Flanke von Tom Kreilinger nickte Michael Aigner in der 66. Minute zum 1:1 ein. Ranshofen blieb am Drücker und drehte die Partie in der 73. Minute, als nach einer Standardsituation Edis Omerovic zum 2:1 abstaubte. „Wir waren danach spielbestimmend, das 2:1 war völlig verdient“, sagte Hainzl, der später ergänzte, PTA habe mit ein paar hohen Bällen agiert, „aber das war nicht mehr richtig gefährlich“.
In seiner Analyse hob Gerald Hainzl vor allem die eigene Spielanlage hervor. „Wir haben richtig viel Ballbesitz gehabt. Eigentlich genau das, was wir können“, meinte der Coach. Seine Elf habe den Ball „super laufen lassen“ und sei nach der Pause noch mutiger geworden. Der entscheidende Hebel war für ihn die Ansprache in der Kabine: „Ich habe ihnen gesagt, sie sollen daran glauben. Nach dem Ausgleich war sehr viel drinnen.“ Auch den Gegner würdigte er mit Respekt, ließ aber keinen Zweifel an der Verdientheit des Erfolgs: „Wir waren spielbestimmend und haben uns belohnt.“ Dass der Abend ohne größere Aufreger blieb, passte ins Bild. „Mit dem Schiedsrichter hat es nicht viel gegeben. Es gibt immer kleine strittige Szenen, aber das hat sich ausgeglichen. Wir waren zufrieden“, so Hainzl. Am Ende stand für ihn eine runde Leistung: „Für uns war das eine richtig überragende Partie.“
Der 2:1-Heimsieg hatte für Ranshofen mehr als nur drei Punkte im Gepäck. „Wir sind nach wie vor ungeschlagen“, betonte Hainzl und erinnerte zugleich an den besonderen Gegner: „Seit 18. Oktober hatten wir gegen PTA die letzte Niederlage – heute war das die Revanche.“ Auch die Tabelle unterstreicht die Bedeutung: Nach 23 Runden hält Ranshofen bei 44 Zählern und bleibt Vierter, während der UFC PTA mit 49 Punkten vorne mitmischt. Für Hainzl zählt nun, die gezeigte Reife in die Schlussphase mitzunehmen: „Wir wollen die letzten Wochen positiv abschließen und genauso weiterspielen – mit Ruhe am Ball und dem Glauben an uns.“ Sportlich passte an diesem Abend alles zusammen: Der frühe Rückstand durch Florian Penninger wurde abgelegt, Michael Aigner glich per Kopf aus, und Edis Omerovic machte nach einer Standardsituation den Deckel drauf – eine Antwort, die in Ranshofen lange nachhallen dürfte.