In der 1. Klasse Süd-West setzte sich der UFC Lasco Lochen beim UFC Burgkirchen mit 2:0 durch. Nach einer torlosen ersten Hälfte fielen die Treffer spät: Simon Schwab eröffnete in Minute 58, Thomas Geier legte in der 72. nach – beide aus Standards, wie Lochen-Trainer Peter Richter betonte. Zuvor ließ Lochen gute Chancen liegen, blieb aber das aktivere Team. Richter brachte es auf den Punkt: "Nach dem 1:0 war die Messe gelesen."

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Die erste halbe Stunde gehörte keinem Team so richtig, das Tempo war aber von Beginn an hoch. Peter Richter schilderte die 90 Minuten so: "Dafür, dass es für beide Mannschaften um nichts mehr ging, war richtig viel Tempo in der Partie." Seine Truppe brauchte etwas, um reinzufinden: "Wir sind in den ersten 15 Minuten nicht gut ins Spiel gekommen." Danach kam Lochen besser auf, erspielte sich Chancen und fühlte sich sogar um einen Treffer gebracht. "Wir haben ein Tor gemacht, das als Abseits abgepfiffen wurde, obwohl der Ball zurückgespielt wurde", sagte Richter zur strittigen Szene mit Julian Maislinger und Christian Bamminger und ergänzte fair: "Mit der Schiedsrichterleistung war ich heute nicht so einverstanden, aber vielleicht habe ich es auch falsch beurteilt." Burgkirchen meldete sich unmittelbar vor dem Pausenpfiff mit einer verunglückten Flanke, die an die Latte klatschte, zu Wort – zur Halbzeit stand es 0:0.
Nach Wiederbeginn blieb Lochen am Drücker, ließ aber zunächst weiter dicke Möglichkeiten ungenützt. "Wir hatten auch in der zweiten Halbzeit ein paar richtig gute Chancen und haben sie wieder nicht genutzt", so Richter. Die Erlösung kam nach einem ruhenden Ball: In Minute 58 traf Simon Schwab zum 0:1 – für den Trainer der klare Wendepunkt. "Das war nach dem 1:0 durch das Eckball-Standardtor von Simon Schwab. Da war ich sicher, dass wir es nach Hause bringen", erklärte Richter. Burgkirchen konnte das Tempo nun kaum mehr mitgehen. Lochen blieb konsequent, setzte wieder auf seine Stärke bei Standards – und legte nach: In der 72. Minute besorgte Thomas Geier das 0:2. "Wir haben beide Tore aus Standards gemacht", bilanzierte Richter zufrieden. Aus seiner Sicht war schon nach dem 1:0 klar: "Dann war die Messe gelesen."
In seiner Analyse hob Peter Richter die Basis des Auswärtssiegs hervor: "Spielerisch waren wir sehr gut. Die Geschlossenheit war ausschlaggebend, und wir wollten diesmal wirklich unbedingt den Sieg." Dass der Dreier am Ende ungefährdet wirkte, lag für ihn aber nicht daran, dass alles perfekt lief. "Nach wie vor ist die Chancenverwertung ein großes Thema. Wir haben wieder viele hundertprozentige Chancen nicht genutzt", sagte der Coach und ließ durchblicken, woran er in den kommenden Einheiten ansetzen will: "Wir erarbeiten uns die Möglichkeiten sehr gut, aber beim Verwerten ist noch viel Potenzial nach oben." Den Gegner sah er über weite Strecken ordentlich im Spiel, mit nachlassender Kraft nach der Pause: "In der ersten Halbzeit war Burgkirchen auf Augenhöhe, in der zweiten konnten sie nicht mehr richtig dagegenhalten."
Neben den Torschützen wollte Richter auch einen stillen Arbeiter würdigen: "Heute möchte ich Alexander Breitfuss hervorheben, der auf der Sechser-Position eine sehr gute Partie gespielt hat. Er wird immer konstanter, das freut mich besonders, weil er jahrelang bei einem anderen Verein in der Reserve gespielt hat." Der Auswärtssieg passt ins stabile Frühjahr der Lochner, die laut aktueller Tabelle mit 35 Punkten auf Rang sechs stehen. Burgkirchen hält bei 30 Zählern und rangiert dahinter. Dass es tabellarisch für beide nicht um allzu viel ging, änderte laut Richter nichts an der Intensität: "Es war ein hohes Tempo im Spiel – und wir haben uns diesmal mit zwei Standards belohnt."