In der 1. Klasse Süd-West feierte ATSV Mattighofen bei Union Raiffeisen Neukirchen/Enknach einen 2:0-Auswärtssieg. Zur Pause stand es 0:0, lange blieb alles offen. In der Schlussphase trafen Filip Avramovic (78.) und Christian Kaiser (84.) für den Gast. Trainer Werner Hartl betonte den „Zusammenhalt“ und den Glauben an die drei Punkte – und hob eine Szene hervor: „Ein brutaler Freistoß von Neukirchen aufs Tor, der Ivan hat den Ball rausgeholt.“ Auch den Unparteiischen lobte er als komplett fair.
Die Partie begann ausgeglichen, mit Möglichkeiten auf beiden Seiten, ohne dass sich einer früh absetzen konnte. Werner Hartl beschrieb den Start unverblümt: „Es war ein offenes Spiel. Chancen auf beiden Seiten. In der ersten Halbzeit hat leider keiner das Tor gemacht.“ Dass es mit 0:0 in die Kabinen ging, passte zum Bild einer intensiven, aber kontrollierten ersten Hälfte. Gleichzeitig nahm Hartl bei seiner Elf ein Zögern wahr: „Am Anfang eher ängstlich, eher überrascht von Neukirchen, dass die so aufspielen.“ Der Gegner bekam dabei sein Lob ab: „Extrem kämpferisch“, sagte Hartl, „die haben neunzig Minuten lang probiert, dass sie das Tor machen.“ Für Mattighofen war in dieser Phase vor allem Geduld gefragt – und die innere Überzeugung, dass sich mit besserem Zugriff die Räume öffnen würden.
Dass der ATSV die Null hielt, verband Hartl mit einer Szene, die ihm sofort präsent war: „Freistoß Neukirchen. Ein brutaler Freistoß von Neukirchen aufs Tor. Der Ivan hat den Ball rausgeholt, was in der 1. Klasse keiner so macht wie der Ivan.“ Dieser Moment stärkte das Gefühl, dass an diesem Tag etwas drin ist. Und als sich die Partie in die entscheidende Phase schob, nutzten die Gäste ihre Chance eiskalt. Der Trainer schilderte das 0:1 in der 78. Minute so: „Langer Ball. Der Karol im Mittelfeld hat den Ball angenommen, weitergespielt und der Filip Avramovic hat das Tor gemacht. Wunderschön.“ Mit diesem Treffer war der Bann gebrochen. Hartl sprach anschließend noch einmal vom „Zusammenhalt“ und vom Glauben an die drei Punkte – das, was er als wichtigsten Faktor dieses Auswärtssieges bezeichnete.
Mit der Führung im Rücken gewann Mattighofen spürbar Kontrolle. „Natürlich, nach dem 1:0 ist die Heimmannschaft Neukirchen zusammengebrochen, und wir haben gewusst: Wenn wir so weitermachen, dann fällt das 2:0 auch“, erklärte Hartl. Genau so kam es: In der 84. Minute legte Christian Kaiser zum 0:2 nach und stellte die Weichen endgültig auf Sieg. „Und Gott sei Dank ist es auch gefallen“, sagte der Coach, der sogar noch Luft nach oben sah: „Wir haben dann auch Chancen gehabt auf ein 3:0 oder 4:0. Das war’s leider nicht. Aber wir sind mit dem 2:0 auch zufrieden.“ Ein Nebenaspekt, der dem Trainer wichtig war: „Der Schiedsrichter war heute von der ersten bis zur letzten Minute komplett fair und korrekt, und deswegen haben wir auch unser Spiel machen können.“
In seiner Analyse blickte Hartl weniger auf Schönfärberei, sondern auf Lehren für die nächsten Wochen. „Der Mannschaft soll klar sein, dass wir von Anfang an die Leistung bringen müssen, damit wir oben mitspielen“, sagte er deutlich. Der Auftritt in Neukirchen war für ihn ein Schritt in die richtige Richtung, gerade weil die Elf nach dem zögerlichen Beginn zulegen konnte: „Spielerisch waren wir heute überlegen.“ In der Tabelle hält Mattighofen nach diesem Erfolg bei 28 Punkten und Platz neun, während Neukirchen mit 20 Zählern auf Rang zwölf steht. Für den ATSV ist der Plan damit klar: Das, was in der Schlussphase funktioniert hat, vom Anpfiff weg auf den Platz bringen – mit demselben Zusammenhalt, den Hartl als Schlüssel dieses 2:0 herausstellte.