In der 1. Klasse Süd-West setzte sich der UFC Lasco Lochen daheim mit 4:2 gegen die Union Raiffeisen Neukirchen/Enknach durch. Nach zähen ersten Minuten stellte ein schneller Doppelschlag die Weichen, danach behielten die Hausherren kühlen Kopf und ließen den Ball laufen. Trainer Peter Richter sprach von einem verdienten Sieg, verwies aber darauf, dass noch mehr drin gewesen wäre: Seine Elf vergab mehrere gute Chancen und hätte den Nachmittag schon früher endgültig entscheiden können.

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Peter Richter fasste den Start trocken zusammen: "Die ersten zwanzig Minuten war es ein Abnutzungskampf von beiden Seiten." Dann kippte das Spiel binnen Augenblicken zugunsten der Lochener. "Wir haben das Spiel danach sehr kontrolliert." Bei Hitze musste seine Mannschaft, wie er betonte, diesmal nicht ans absolute Limit: "Wir brauchten nicht die ganze Intensität wie in den letzten Wochen, die Jungs haben den Ball gut laufen lassen." Den Führungstreffer beschrieb er als Freistoß aus dem Halbfeld von Christian Bamminger, der an Freund und Feind vorbei ins lange Eck sprang. Einen weiteren Lochener Treffer schilderte der Coach nach starkem Antritt von Dominik Schubert und einem Ball in die Mitte, den der Gegner unglücklich ins eigene Tor drückte – die Marschrichtung war mit dem 2:0 gesetzt.
Komplett ohne Wackler ging es nicht durch die Partie. "Leider haben wir vor der Halbzeit durch einen groben Fehler ein Gegentor bekommen", ärgerte sich Richter, ohne dabei die Ruhe zu verlieren. Julian Maislinger traf noch vor der Pause zum 3:1.
Richters Mannschaft kam aus der Kabine wieder konzentriert und stellte nach dem Seitenwechsel durch Franz Pär auf 4:1, ehe Lucian Stolojescu spät noch verkürzte: "Das 4:2 war ein Volleyschuss, der vor unserem Torwart auf dem harten Boden aufgesetzt ist und über ihn drübergesprungen ist." "Wir hätten noch drei, vier Tore machen müssen", schob der Trainer hinterher – die Überlegenheit war deutlich, die Effizienz nicht immer.
Besonders zufrieden war Richter mit der Leistung von Dominik Schubert. "Schubert hat heute richtig gut gespielt, er hat viele Torchancen vorbereitet, auch richtig hochkarätige. Das war sein bestes Spiel in dieser Runde", stellte der Coach klar. Aus seiner Sicht zahlte sich die eigene Ballzirkulation doppelt aus: "Sie haben am Anfang gut mitgehalten, aber weil unsere Ballzirkulation so gut war, mussten sie viele Laufwege investieren. Wir haben sie eigentlich müde gespielt." Auf dem harten, schwer bespielbaren Boden war das Ganze zudem technisch anspruchsvoll – "das haben sie gut gemacht", so Richter. Ein Extralob verteilte er an den Unparteiischen: "Der Schiedsrichter war sehr gut, musste nicht eingreifen. Es gab keine gelbe Karte." Trotz der Zufriedenheit bleibt der Blick nüchtern: "Sicherlich ist immer noch Luft nach oben, aber das war schon gut." Mit nun 38 Punkten festigt Lochen Platz sechs, Neukirchen hält bei 20 Zählern – und die Lochener nehmen aus diesem kontrollierten 4:2 Rückenwind für die Schlussphase mit.