In der 1. Klasse Süd-West gab es zwischen dem TSV Aurolzmünster und Union FKS/Pfeil-Design Mehrnbach eine zähe Nullnummer zur Pause, doch nach dem Seitenwechsel legten die Gäste los und stellten binnen 20 Minuten auf 0:4. Leon Pichlmann eröffnete, Sebastian Weiermann schnürte den Doppelpack, dazwischen traf Felix Aichinger. Mehrnbachs Sportlicher Leiter Andreas Sageder sprach vom „Dosenöffner“ zum 1:0, lobte das Kollektiv und einen starken Keeper und attestierte am Ende einen in der Höhe verdienten Auswärtssieg.

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Der Auftakt gehörte lange der Geduld. Beide Teams arbeiteten diszipliniert, Aurolzmünster lauerte auf Umschaltmomente, Mehrnbach suchte Ruhe am Ball – zur Pause stand es 0:0. Andreas Sageder sah seine Elf dennoch auf Kurs: „Wir waren von Beginn die bessere Mannschaft, ohne den nötigen Druck zu erzeugen.“ Eine Szene hielt die Gäste im Spiel: „Aurolzmünster hätte mit einer guten Konterchance 1:0 in Führung gehen können. Unser Tormann Michael Schauer hat perfekt pariert.“ Genau diese Rettung war die Basis, um nach Wiederanpfiff zuzulegen. In Minute 50 brach Leon Pichlmann das Spiel auf, sein 0:1 war der lange gesuchte Bannbrecher. „Das 1:0 war der Dosenöffner – danach waren wir klar überlegen und haben den 4:0-Sieg sicher eingefahren“, ordnete Sageder ein.
Mit der Führung im Rücken blieb Mehrnbach am Drücker und spielte die Angriffe nun mit Tempo und Konsequenz zu Ende. Das 0:2 in der 64. Minute trug klar die Handschrift von Sebastian Weiermann und hatte eine besondere Entstehung. „Das 2:0 war überragend gemacht: ein langer Ball von Stefan Schuller auf Sebastian Weiermann, und er verlängert ihn mit dem Kopf über den Tormann – das war einfach Weltklasse“, schwärmte Sageder. Kurz darauf legte Felix Aichinger (68.) das 0:3 nach, ehe Weiermann nur zwei Minuten später (70.) mit seinem zweiten Treffer den Deckel endgültig draufsetzte. „Unser Stürmer sagt, der entscheidende Moment war das 2:0 von Sebastian Weiermann, das den Weg zum Sieg geebnet hat“, erzählte Sageder.
Inhaltlich führte Sageder den Auswärtserfolg vor allem auf Mentalität und Disziplin zurück: „Besonders gut funktioniert hat das Kollektiv. Wir haben Geduld bewiesen und zum richtigen Zeitpunkt zugeschlagen, deshalb war der 4:0-Sieg auch in der Höhe sehr verdient.“ Verbesserungspunkte suchte er nach diesem Auftritt nicht: „Bei einem 4:0 muss man zufrieden sein.“ Zur Leitung des Unparteiischen fand er klare Worte: „Es gab keine Szenen zum Diskutieren, der Schiedsrichter hat das hervorragend gemeistert.“ Auch die Stimmung passte: „Nach einem 4:0-Sieg muss man zufrieden sein.“ Ein Blick auf die Tabelle untermauert die Einordnung: Aurolzmünster rangiert aktuell auf Platz 11, Mehrnbach wird auf Rang 5 geführt – und genießt nach diesem starken Auftritt erst einmal den Moment.