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Eckball-Sieg: St. Martin nimmt in Handenberg drei Punkte mit

TSU Handenberg
Union St. Martin/I.

In der 1. Klasse Süd-West feierte die Union Woodstock St. Martin im Innkreis einen 0:1-Auswärtssieg bei TSU Mitterbauer Handenberg. Nach torloser Pause entschied in Minute 62 ein Eckball, den Daniel Weilhartner verwertete. Trainer Karl Osterkorn sprach von einem kontrollierten Auftritt, viel Ballbesitz und einer sehr disziplinierten Abwehr – der Plan gegen den hoch eingeschätzten Gegner ging auf. Am Ende standen drei wichtige Zähler und viel Lob für eine geschlossene Mannschaftsleistung.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

Foto von Amr Taha™ auf Unsplash

Kontrollierter Start gegen den Favoriten

St. Martin kam mit Respekt, aber einem klaren Matchplan nach Handenberg. „Wir haben gewusst, wir spielen gegen einen Titelkandidaten. Handenberg hat die wenigsten Tore bekommen. Also mussten wir hinten sehr gut stehen“, sagte Karl Osterkorn. Der Trainer legte den Fokus auf Stabilität und Ballkontrolle: „Wir sind raufgefahren und wollten einen Punkt mitnehmen. So sind wir ins Spiel gegangen: sehr kontrolliert.“ Seine Elf setzte das konsequent um. „Meine Verteidiger sind in sehr guter Form und spielen diszipliniert. Die Jungs setzen die Vorgaben sehr gut um, deswegen sind wir momentan erfolgreich“, betonte er. Dass Handenberg in der Tabelle als Dritter (45 Punkte) geführt wird, machte die Leistung der Gäste umso wertvoller. „Siebzig Minuten haben wir das Spiel praktisch beherrscht“, so Osterkorn – ein Satz, der zum Selbstverständnis eines Teams passt, das zuletzt immer sicherer auftritt.

Ecke, Tor, Führung – Weilhartner trifft in Minute 62

Zur Pause stand es 0:0, und das passte zum Bild der ersten Hälfte. „Die Chancen waren auf beiden Seiten rar. Wir hatten mehr Ballbesitz, aber nicht die ganz großen Möglichkeiten“, schilderte Osterkorn. Auch Handenberg kam selten durch: „Sie hatten im ganzen Spiel einen gefährlichen Eckball und einen Freistoß, der drei Meter drüber ging. Mehr haben wir nicht zugelassen.“ Nach Seitenwechsel nutzten die Gäste dann die Szene des Tages: „Ein schöner Eckball von uns, und der Daniel Weilhartner hat ihn am kurzen Eck schön ins Netz gesetzt“, beschrieb der Coach das 0:1 in Minute 62. Der Treffer belohnte den Auftritt der Innviertler, die den Ball oft sicher laufen ließen und weiter konzentriert verteidigten. „Wir waren sehr gut im Ballbesitz, haben wenig zugelassen – eine geschlossene Mannschaftsleistung“, fasste Osterkorn zusammen.

Späte Drangphase, bittere Verletzung und viel Lob

In der Schlussphase wurde Handenberg etwas gefährlicher, weil bei St. Martin im Mittelfeld „einige Einzelfehler“ passierten, wie es der Trainer nannte. Zwingende Chancen sah er dennoch nicht: „Auch da haben sie keine klaren Möglichkeiten gehabt.“ Überschattet wurde der Sieg von einer Verletzung: Flügelspieler Adrian Schönberger musste vom Feld. „Das war eine ganz heikle Sache, eine sehr schwere Knieverletzung. Diagnose wissen wir noch nicht, aber höchstwahrscheinlich Kreuzbandriss“, so Osterkorn, der auf baldige Klarheit hofft. Positiv hob er die Leistung des Unparteiischen hervor: „Die Schiedsrichterleistung war tadellos, beidseitig.“ Warum die Punkte nach St. Martin gingen, begründete der Coach klar: „Es war sehr warm, und wir sind siebzig Minuten ein gutes Tempo gegangen. Vielleicht wollten wir den Sieg ein bisschen mehr.“ Am Ende blieb vor allem Dank: „Ein großes Lob an die Mannschaft.“ Mit dieser Form – aktuell Platz zehn und 27 Punkte – wollen die Innviertler auch den kommenden Aufgaben selbstbewusst entgegentreten, während Handenberg als Dritter weiter im oberen Bereich bleibt.

1. Klasse Süd-West: Handenberg : St. Martin - 0:1 (0:0)

  • 62
    Daniel Weilhartner 0:1