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„Wir leben aus dem Kollektiv“ – TSV Aurolzmünster will den Klassenerhalt diesmal früher sichern

TSV Aurolzmünster

Beim 1. Klasse Süd-West-Klub TSV Aurolzmünster hat heute die Vorbereitung auf die neue Saison begonnen. Nach einem Frühjahr, das laut Co-Trainer Markus Liederer „bis zum Ende ein Kampf gegen den Abstieg“ war, soll diesmal früher Ruhe einkehren. Große Umbrüche gibt es aktuell nicht, dafür setzt der Verein weiter auf Kontinuität, einen breiten Trainingsbetrieb und das Kollektiv.

Spieler mit dem Fuß auf dem Ball

Foto von Hal Gatewood auf Unsplash

Ein Frühjahr, das bis zuletzt offen blieb

Der Rückblick auf die abgelaufene Saison fällt in Aurolzmünster entsprechend nüchtern aus. Liederer macht kein Geheimnis daraus, dass man sich intern mehr erhofft hatte. „Wir hätten uns im Frühjahr etwas mehr Punkte erwartet, um früher aus dem Abstiegskampf rauszukommen“, sagt der Co-Trainer. Stattdessen blieb die Lage lange angespannt, was sich auch im Schlussspurt deutlich zeigte. In den letzten fünf Meisterschaftsspielen holte der TSV Aurolzmünster nur beim 2:2 gegen UFC Riegerting einen Punkt, dazu kamen Niederlagen gegen UFC PTA, Union Mehrnbach, ATSV Mattighofen und UFC Lochen. Für Liederer hängt diese schwierige Phase eng mit der personellen Situation zusammen. „Durch Verletzungen war der Kader etwas knapp. Wir konnten nie aus dem Vollen schöpfen“, beschreibt er die Wochen im Frühjahr. Dass es am Ende trotzdem reichte, fasst er selbst mit wenigen Worten zusammen: Es war für sein Team „ein Abstiegskampf bis zum Ende mit dem glücklichen Ende dann für uns“.

Wenig Bewegung im Kader, klarer Fokus auf die Vorbereitung

In der Sommerpause setzt der Verein nun bewusst auf Stabilität. Im Trainerteam bleibt alles unverändert, dazu gibt es bisher nur einen Abgang auf der Torhüterposition. Fixe Neuzugänge stehen aktuell noch nicht fest, auch wenn man sich in Aurolzmünster nach möglichen Verstärkungen umsieht. Im Vordergrund steht für Liederer im Moment aber ohnehin, dass die Vorbereitung sauber anlaufen kann. „Wir starten heute in die Vorbereitung und wollen uns natürlich bestmöglich für die Saison vorbereiten“, sagt er. Das erste Testspiel ist bereits für Freitag vorgesehen, außerdem ist für den 18. Juli ein Kleinfeld- und Hobbyturnier geplant. Auch bei den angeschlagenen Spielern klingt der Co-Trainer vorsichtig optimistisch. Es gebe noch „den einen oder anderen“, der eine Verletzung aus der Frühjahrsmeisterschaft mitziehe, „aber wir sind guter Dinge, dass wir in den nächsten ein, zwei Wochen den kompletten Kader zur Verfügung haben“. Für die ersten Einheiten ist das ein wichtiger Punkt, weil die Basis diesmal möglichst früh gelegt werden soll.

Kollektiv, Nachwuchs und ein realistischer Blick nach vorne

Dass man in Aurolzmünster trotz des schwierigen Frühjahrs mit einer klaren Linie in den Sommer geht, hängt für Liederer stark mit der Struktur in der Mannschaft zusammen. „Wir leben generell aus dem Kollektiv. Es gibt keine Stars in der Mannschaft“, betont er. Genau darin sieht er einen großen Pluspunkt, weil die Trainingsbeteiligung mit 20 bis 25 Spielern, teilweise sogar darüber, konstant hoch gewesen sei. Dazu will der Verein den eingeschlagenen Weg mit jungen Spielern weitergehen. Als Beispiel nennt Liederer Lukas Enzlmüller, der im Frühjahr als 15-Jähriger den Sprung in die Kampfmannschaft geschafft hat. Diese Entwicklung soll kein Einzelfall bleiben. Gleichzeitig bleibt der Blick auf die neue Saison bewusst realistisch. Auch für die kommende Runde erwartet Liederer mehrere Mannschaften im Rennen um die Spitzenplätze. Für sein eigenes Team formuliert er das Ziel aber bodenständig: „Vielleicht den Klassenerhalt etwas früher als in der letzten Runde fixieren.“ Und er schiebt gleich nach, dass man die Situation nicht schönreden werde: „So realistisch sind wir, dass wir uns wieder um den Klassenerhalt duellieren werden.“ Gerade deshalb geht der TSV Aurolzmünster mit einer klaren Haltung in den Sommer: sauber arbeiten, den Kader zusammenbringen und sich auf einen neuerlichen harten Kampf einstellen.