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„Wir kommen nur übers Kollektiv“ – Wolfgang Huber setzt bei UFC Riegerting weiter auf Zusammenhalt

UFC Riegerting

In der 1. Klasse Süd-West geht UFC Riegerting nach Platz neun mit 36 Punkten und einem ordentlichen Schlussspurt mit einer klaren Linie in die nächste Saisonphase. Trainer Wolfgang Huber zieht ein positives Fazit, spricht aber auch offen über jene Punkte, die seine Mannschaft noch verbessern muss. Nach dem Abgang des Goalgetters der letzten Jahre setzt der Verein bewusst auf Kontinuität, auf den bestehenden Kader und auf das, was Huber als größte Stärke nennt: „Wir kommen nur übers Kollektiv.“

Schuhe mit Tornetz

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Ordentliche Bilanz, aber noch Luft im letzten Drittel

Huber sieht bei seiner Mannschaft in den vergangenen Monaten eine klare Entwicklung. „Die Mannschaft hat sich gut entwickelt. Wir sind mit dem Abschneiden der letzten Saison sehr zufrieden“, sagt der Trainer und schlägt damit einen Ton an, der zur Tabellenlage und auch zu den letzten Ergebnissen passt. In den letzten fünf Spielen holte UFC Riegerting zehn Punkte, gewann 5:0 gegen Neukirchen/E., 3:1 beim USV St. Pantaleon und 4:3 gegen TSU Handenberg, dazu kam ein 2:2 gegen TSV Aurolzmünster. Dazwischen stand mit dem 2:4 beim WSV-ATSV Ranshofen auch eine Niederlage, die ebenfalls in Hubers Einordnung hineinpasst. Denn bei allem Positiven spricht er sehr klar an, wo er noch Reserven sieht. „Es gibt in diversen Spielphasen noch immer Potenzial, gereifter aufzutreten“, sagt Huber. Gemeint sind damit nicht riesige Baustellen, sondern jene Dinge, die im Unterhaus oft den Unterschied machen: „Das Tore verhindern, ein wenig mehr Ruhe, Geduld am Ball, die Sicherheit und speziell im letzten Drittel der letzte Ball, die Konsequenz vorm Tor – das sehe ich noch ein wenig optimierungsbedürftig.“

Ein Abgang, keine Neuen – das Vertrauen in den Kader bleibt groß

Die personelle Richtung ist in Riegerting klar. Laut Huber hat den Verein nur ein Spieler verlassen, mit Michael Puttinger allerdings einer, der als „Goalgetter der letzten Jahre“ eine wichtige Rolle hatte. Gerade deshalb wäre es naheliegend gewesen, am Transfermarkt nachzulegen. Doch genau diesen Weg will UFC Riegerting nicht gehen. „Externe Neuzugänge gibt es aktuell keine. Mit großer Wahrscheinlichkeit, wenn sich nicht zufällig noch etwas auftut, wird es auch keine geben“, sagt Huber und begründet das sehr deutlich. „Wir vertrauen dem aktuellen Kader trotz dieses Abgangs. Wir wissen, was die Jungs können, welche Qualität sie haben, und wir sind überzeugt, auch mit dieser Mannschaft im kommenden Jahr wieder Topleistungen abzurufen.“ Dazu passt auch, dass es im Kader derzeit keine gröberen Verletzungen gibt. Huber spricht nur von leichten Blessuren. Für ihn ist das aber nur ein Teil der insgesamt guten Situation. Noch wichtiger ist für den Trainer, wie die Gruppe als Mannschaft arbeitet. „Wir kommen nur übers Kollektiv. Wir sind eine tolle Truppe. Wir treten als Gemeinschaft auf und so bewältigen wir auch jedes Spiel“, sagt er.

Hohe Trainingszahlen, starke 1b und Derby-Siege als klare Signale

Dass Huber so stark auf die Gruppe verweist, hängt auch mit dem Umfeld zusammen, das sich aus seiner Sicht sehr positiv entwickelt hat. Besonders hervorhebt er die Trainingsbeteiligung. „Wir haben im Frühjahr kein Training unter zwanzig Spielern gehabt, ganz wenige unter fünfundzwanzig. Das zeigt die Moral, es zeigt die Stimmung im Verein“, sagt der Trainer. Für ihn ist das kein Nebensatz, sondern ein wichtiger Hinweis darauf, warum er dem bestehenden Kader so viel zutraut. Parallel dazu wurde auch im Trainerbereich nachgeschärft. Johannes Postl übernimmt als spielender Co-Trainer eine Rolle zwischen Kampfmannschaft und 1b. Huber nennt ihn „das Bindeglied zwischen Kampfmannschaft und 1b“ und erklärt auch den Gedanken dahinter: Junge Spieler sollen näher an die Kampfmannschaft herangeführt werden, ihre Entwicklung soll noch stärker forciert werden. Dass die 1b laut Huber selbst eine „richtig gute Saison“ gespielt hat, passt in dieses Bild. Ein besonderes Highlight der vergangenen Monate waren für ihn außerdem die Derby-Siege, „speziell auch gegen Union Mehrnbach“. Darauf sei man „sehr stolz“, sagt Huber. Gleichzeitig schaut er auch in die Liga hinein und zollt einem Konkurrenten Respekt. Der Aufsteiger habe ihn besonders beeindruckt, weil er „im Großen und Ganzen die am besten funktionierende und reifere Mannschaft“ gewesen sei. Für UFC Riegerting bleibt die Richtung damit trotzdem eindeutig: die Gemeinschaft weiter stärken, junge Spieler näher heranführen und auf jener Basis den nächsten Schritt machen.