In der 1. Klasse Süd-West lieferten sich der UFC Riegerting und der TSV Aurolzmünster am vierten Spieltag ein intensives 3:3-Unentschieden. Trainer Wolfgang Huber sprach danach von einem gerechten Unentschieden, ärgerte sich aber über jene Phase nach dem frühen 1:0, in der seine Elf zu passiv wurde. Weil Riegerting nach Rückständen zweimal zurückkam und bis zum Ende dranblieb, durfte der Gastgeber mit dem Punkt zumindest teilweise leben.
Huber hatte vor allem den Beginn und die erste halbe Stunde im Blick. „Wir sind gut in das Spiel gestartet, konnten in der dritten Minute mit einem super Spielzug in Führung gehen, haben dann verabsäumt nachzulegen und waren zwanzig Minuten zu passiv“, sagte der Riegertinger Trainer. Jonas Regenfelder brachte seine Mannschaft schon in Minute drei mit 1:0 voran, ehe die Partie rasch eine andere Richtung nahm. Thomas Fellner traf in der 11. Minute zum 1:1 und legte nur zwei Minuten später das 1:2 für die Gäste nach. Genau diese Phase ärgerte Huber im Nachhinein, weil seine Mannschaft da keinen Zugriff bekam und Aurolzmünster mehr vom Spiel hatte. Ab etwa Minute 30, 35 fand Riegerting aber wieder besser hinein, stellte sich laut Huber „besser darauf ein“ und kam durch Regenfelder in der 37. Minute noch vor der Pause zum 2:2.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie laut Huber intensiv, mit vielen Zweikämpfen und zwei Mannschaften, die unbedingt auf den Sieg aus waren. Den Gästen gelang in der 65. Minute erneut die Führung, als Philipp Penninger das 2:3 erzielte. Riegerting musste also ein zweites Mal einem Rückstand nachlaufen, blieb diesmal aber im Spiel und arbeitete weiter an der Antwort. „In der zweiten Halbzeit hatten wir das Spiel im Griff“, sagte Huber über Aurolzmünster, das er insgesamt als „sehr kampfstark“ und „zweikampfstark“ beschrieb. Belohnt wurde der Aufwand der Gastgeber dann in der 83. Minute, als Matteo Pillinger noch zum 3:3 ausglich. Damit blieb die Partie bis zuletzt offen, ohne dass sich eine Seite entscheidend absetzen konnte.
Gerade dieser späte Ausgleich passte aus Hubers Sicht zum Auftritt seiner Mannschaft. „Die Moral hat gestimmt. Die Laufbereitschaft und der Einsatz waren top“, sagte der Trainer, der seinem Team vor allem die Art gefiel, wie es nach Rückständen immer wieder zurückkam. Gleichzeitig sprach er aber auch jenen Punkt an, der aus seiner Sicht mehr verhindert hat: „Da fehlte uns ein wenig die Kaltschnäuzigkeit.“ Vor allem in der passiven Phase nach dem 1:0 habe Riegerting zu wenige Zweikämpfe gewonnen und den Gegner zu sehr ins Spiel kommen lassen. Diskussionen um den Unparteiischen wollte Huber gar nicht erst aufmachen. „Der Schiedsrichter hatte seine Phasen auf beiden Seiten, war aber nicht der Faktor.“
Deshalb hatte der Samstagnachmittag für die Gastgeber am Ende zwei Seiten. Einerseits ließ Riegerting nach dem starken Beginn und nach zwei Rückständen die Chance auf mehr liegen, weil die Phase zwischen der fünften und 30. Minute laut Huber zu schwach war. Andererseits zeigte die Mannschaft genug Moral, um nach dem 2:3 noch einmal zurückzukommen und sich zumindest mit einem Punkt zu belohnen. „Das Spiel war über 90 Minuten sehr intensiv, beide Mannschaften wollten den Sieg und am Ende wurde es ein gerechtes Unentschieden“, fasste Huber zusammen. Mit fünf Punkten aus vier Spielen bleibt der UFC Riegerting damit auf Rang fünf und nimmt aus diesem 3:3 vor allem die Erkenntnis mit, dass Einsatz und Moral stimmen, die leeren Minuten zwischendurch aber teuer werden können.