Spielberichte

„Wir werden bei Wechseln nicht schlechter“ – Union Mehrnbach dreht nach 0:1-Rückstand das Spiel

USV Pattigham/Pramet
Union Mehrnbach

In der 1. Klasse Süd-West hat der USV TOPFenster Pattigham/Pramet gegen die Union order4you Mehrnbach mit 2:3 verloren. Die Gäste lagen zur Pause noch 0:1 hinten, drehten die Partie nach dem Seitenwechsel aber mit drei Treffern von Felix Aichinger. Für Sportchef Andreas Sageder war der Auswärtssieg kein Zufall, sondern die Folge von Plan, Konstanz, Zusammenhalt und einer Mannschaft, die auch nach einem Rückschlag nicht von ihrer Linie abgeht.

Fußball auf Stadionrasen

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Nach der Pause schlägt Mehrnbach zurück

Die Partie begann aus Sicht der Gäste mit einem Rückstand, denn Benjamin Bimingsdorfer brachte Pattigham/Pramet schon in der 14. Minute mit 1:0 in Führung. Dieser Spielstand hielt sich bis zur Pause, Mehrnbach musste also einem Ergebnis nachlaufen, das Sageder später nicht als verdient empfand. Gerade deshalb war für ihn wichtig, wie seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel reagierte. „Auch wenn wir einen Rückschlag haben, haben wir kein Problem, wieder zurückzukommen“, sagte er. Genau das zeigte sich in der zweiten Halbzeit. Felix Aichinger glich in der 63. Minute zum 1:1 aus, legte nur drei Minuten später das 1:2 nach und machte in der 79. Minute mit seinem dritten Treffer auch noch das 1:3. Dass Kevin Forcher in der 84. Minute noch auf 2:3 verkürzte, änderte am Auswärtssieg der Mehrnbacher nichts mehr.

Aichinger trifft dreifach, doch Sportchef Sageder hebt die ganze Mannschaft hervor

Natürlich kam Sageder am Dreierpack nicht vorbei. „In erster Linie waren es die drei Tore von Felix Aichinger“, sagte der sportliche Leiter, schob aber sofort nach, dass der Sieg aus seiner Sicht viel breiter zu erklären ist. „Man sieht bei uns seit Wochen die Konstanz, den Siegeswillen und die Gemeinschaft. Über 90 Minuten hat man einfach gesehen, dass wir die bessere Mannschaft sind und den besseren Zusammenhalt haben.“ Sageder sprach davon, dass seine Mannschaft genau gewusst habe, was sie wollte und was sie seit Wochen spiele. Den Gegner erlebte er vor allem mit hohen Bällen gefährlich. „Sie sind oft mit hohen Bällen nach vorne gekommen. So ist auch das Tor passiert“, erklärte er. Dazu seien auch Ecken ein Thema gewesen, weil Pattigham/Pramet über große Spieler verfüge. Für ihn blieb aber der Unterschied klar: Mehrnbach hatte einen Plan und hielt an diesem Plan fest.

Mehrnbach bleibt vorne dabei und ist schon heiß auf das Derby

Besonders interessant war für Sageder nicht nur die Reaktion auf den Rückstand, sondern auch, wie stabil seine Mannschaft über die ganze Spielzeit blieb. „Wir wissen von Anfang an, was wir wollen“, sagte er und verwies dabei auch auf die Wechsel. „Wenn wir in der 55. oder 60. Minute wechseln, werden wir nicht schlechter, sondern bringen noch mehr Schwung hinein.“ Genau darin sah er einen wesentlichen Vorteil seiner Mannschaft, weil die Union Mehrnbach das hohe Tempo über 90 Minuten durchziehen könne. Auch mit der Leistung von Schiedsrichter Shushura konnte er leben: „Ich glaube, das war in Ordnung.“ Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel bleibt Mehrnbach an der Tabellenspitze. Viel Zeit zum Zurücklehnen bleibt aber nicht, denn Sageder richtete den Blick sofort nach vorne: „Nächste Woche ist das große Derby und wir sind heiß.“

1. Klasse Süd-West: USV Pattigham/Pramet : Mehrnbach - 2:3 (1:0)

  • 84
    Kevin Forcher 2:3
  • 79
    Felix Aichinger 1:3
  • 66
    Felix Aichinger 1:2
  • 63
    Felix Aichinger 1:1
  • 14
    Benjamin Bimingsdorfer 1:0