Spielberichte

„Wir waren giftiger“ – Pischelsdorf setzt den Matchplan beim 3:1 genau um

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Pischelsdorf
USV Pattigham/Pramet

In der 1. Klasse Süd-West hat FC NGEN Pischelsdorf gegen USV TOPFenster Pattigham/Pramet mit 3:1 gewonnen und dabei laut Trainer Halil Durmaz genau das auf den Platz gebracht, was man sich vorgenommen hatte. Die Gastgeber machten die Räume eng, warteten auf Fehler und nutzten ihre Momente konsequent. Für Durmaz lag der Unterschied vor allem darin, dass seine Mannschaft „giftiger“ war und den ballstarken Gegner über weite Strecken gut kontrollierte.

Weiß-Roter Fußball auf Rasen

Foto von Marcel Strauß auf Unsplash

Frühe Führung nach klarem Plan

Aus Sicht von Halil Durmaz war der Auftritt seiner Mannschaft kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis einer sehr klaren Vorbereitung. „Wir haben uns auf den Gegner gut vorbereitet und das, was wir uns vorgenommen haben, auf jeden Fall gut durchgeführt“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Pischelsdorf wusste, dass Pattigham/Pramet stark am Ball ist, stellte sich darauf aber bewusst ein. Die Gastgeber wollten die Räume eng machen, dem Gegner nicht zu viel Platz geben und auf Fehler lauern. Genau daraus entstand dann auch die Führung. In der 18. Minute brachte Lucas Achleitner Pischelsdorf mit 1:0 in Front. Durmaz schilderte die Szene so, dass sein Spieler den Ball nach einem gegnerischen Fehler bekam, einen Verteidiger aussteigen ließ und dann per Weitschuss traf. Mit diesem Treffer war der Matchplan früh sichtbar, und mit dem 1:0 ging es auch in die Pause.


Nach der Pause legt Pischelsdorf nach

Entscheidend war dann, dass Pischelsdorf nach dem Seitenwechsel nicht nachließ, sondern das Spiel weiter in die gewünschte Richtung lenkte. In der 56. Minute fiel das 2:0 durch Niclas Achleitner, nachdem ein Schuss zunächst vom Tormann abgewehrt worden war und sein Bruder Lucas erneut beteiligt war. Nur sechs Minuten später legte Pischelsdorf nach. Wieder war es Lucas Achleitner, der in der 62. Minute zum 3:0 traf und damit endgültig für klare Verhältnisse sorgte. Durmaz hob dabei besonders hervor, dass seine Mannschaft die Tore nicht irgendwie erzielte, sondern zum richtigen Zeitpunkt. „Dass wir die Tore zum richtigen Zeitpunkt erzielt haben, hat uns in die Karten gespielt“, sagte er. Dass Michael Scherzer kurz darauf in der 64. Minute noch auf 3:1 verkürzte, änderte an der Einschätzung des Trainers nichts mehr, weil Pischelsdorf bis dahin bereits die Weichen gestellt hatte.

„Das sind keine Zufallsprodukte“

Durmaz machte nach dem Spiel deutlich, worauf er den Sieg vor allem zurückführt. Für ihn war nicht nur wichtig, dass seine Mannschaft drei Tore erzielte, sondern auch auf welche Art das geschah. „Wir wussten, welche Stärken wir haben. Wir wussten, welche Stärken und Schwächen der Gegner hat, und genau das hat uns in die Karten gespielt, weil wir das ausgenutzt haben“, erklärte er. Gerade die Treffer aus der Distanz hob er besonders hervor. „Wir haben zwei Weitschusstore gehabt, und das sind keine Zufallsprodukte, sondern das ist das, woran wir gearbeitet haben.“ Dazu kam aus seiner Sicht, dass Pischelsdorf nach dem 1:0 nicht nur verwaltete, sondern die Chancenmehrheit auf seiner Seite hatte. Entsprechend fiel sein Urteil klar aus: Das Spiel hätte „in der Höhe sogar noch höher ausfallen müssen oder können“. Diese Aussage passt zu einem Auftritt, bei dem die Gastgeber laut Trainer nach vorne die richtigen Entscheidungen trafen und nach hinten nur wenig zuließen.

Viel Lob für die eigene Arbeit – und Respekt für den Gegner

Trotz des klaren Ergebnisses sprach Durmaz auch mit Respekt über Pattigham/Pramet. „Der Gegner war ballstark. Man merkt, dass dieses Team schon eingespielt ist“, sagte der Pischelsdorf-Coach. Genau deshalb wertete er den eigenen Auftritt auch besonders hoch, weil seine Mannschaft gegen einen spielstarken Gegner die passenden Mittel fand. Den Unterschied beschrieb er deutlich: „Dass wir giftiger waren und den Gegner immer wieder gut unter Kontrolle gehabt haben, das hat schlussendlich den Unterschied gemacht.“ Den Gegentreffer ordnete er als Standardtor ein, zugleich betonte er aber, dass die Gäste darüber hinaus nicht wirklich gefährlich im Sechzehner wurden. Auch die Defensivarbeit hob er mehrfach hervor, ebenso wie die Entwicklung seiner Mannschaft. „Die Zusammenarbeit wird von Woche zu Woche immer besser“, sagte Durmaz. „Wir geben keinen Ball verloren, wir kämpfen, bis der Schiedsrichter pfeift.“ Ein großes Lob richtete er deshalb an die gesamte Mannschaft und die ganze Crew. Nach fünf Runden steht Pischelsdorf damit bei acht Punkten und hat mit diesem 3:1 einmal mehr gezeigt, worauf sich die Mannschaft derzeit verlassen kann: auf einen klaren Plan, viel Arbeit gegen den Ball und Spieler, die ihre Momente entschlossen nutzen.

1. Klasse Süd-West: Pischelsdorf : USV Pattigham/Pramet - 3:1 (1:0)

  • 64
    Michael Scherzer 3:1
  • 62
    Lucas Achleitner 3:0
  • 56
    Niclas Achleitner 2:0
  • 18
    Lucas Achleitner 1:0