In der 1. Klasse Süd-West hat die Union order4you Mehrnbach das Derby gegen den UFC Riegerting mit 3:1 gewonnen. Nach dem frühen Rückstand drehte Mehrnbach die Partie noch vor der Pause und legte in der Schlussphase nach. Sportchef Andreas Sageder sprach danach von einer „komischen Partie“, sah seine Mannschaft über 90 Minuten aber als das bessere Team.

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Das Derby brauchte laut Sageder zunächst ein wenig, weil auf beiden Seiten die Vorsicht spürbar war. „Es war eine komische Partie, weil beide Mannschaften das Derby gewinnen wollten und darum jeder ein wenig verunsichert oder vorsichtig war“, sagte der Mehrnbacher Funktionär. In Führung ging in der 17. Minute trotzdem zuerst Riegerting, als Jonas Regenfelder das 0:1 erzielte. Mehrnbach ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Sebastian Weiermann stellte in der 29. Minute auf 1:1, nur fünf Minuten später drehte Andreas Sageder mit dem 2:1 die Partie. Mit dieser Führung ging es auch in die Kabine. Für den sportlichen Leiter war die Linie des Spiels dabei klar: „Über 90 Minuten waren wir einfach die bessere Mannschaft. Sonst haben wir es ganz klar im Griff gehabt.“
Auch wenn Mehrnbach das Spiel nach dem Seitenwechsel auf seiner Seite hatte, war die Partie nach Sageders Einschätzung lange noch nicht endgültig entschieden. „Einen bestimmten Moment hat es nicht gegeben, weil es lange knapp war“, sagte er über eine zweite Hälfte, in der das 2:1 sehr lange Bestand hatte. Genau darin lag für ihn aber auch der Wert dieses Sieges. Mehrnbach blieb im Derby dran, steckte den Rückstand weg und arbeitete weiter. Erst als Sebastian Weiermann in der 85. Minute sein zweites Tor des Tages zum 3:1 machte, war für die Gastgeber alles klar. „Mit dem 3:1 haben wir gewusst: Jetzt haben wir es“, so Sageder. Besonders wichtig war für ihn dabei weniger ein einzelner Treffer als die Reaktion seiner Mannschaft: „Wenn du 1:0 hinten bist und das Spiel als Mannschaft wieder drehst, ist das mehr ausschlaggebend als gewisse Tore.“
Dass die Union Mehrnbach auch dieses Derby noch auf seine Seite zog, erklärte Sageder vor allem mit den Tugenden seiner Mannschaft. „Unsere größte Stärke waren die Kompaktheit, die Einheit und der Siegeswille“, hielt er fest. Den Gegner beschrieb er als „bissige, junge Truppe“, die durchaus unangenehm zu bespielen war. Den Unterschied sah er am Ende aber bei seiner eigenen Mannschaft in „Ruhe, Routine und Erfahrung“. Gleichzeitig wollte Sageder den Sieg nicht einfach abhaken, sondern sprach auch klar an, wo Mehrnbach noch besser werden kann. „Wir müssen wieder einfacher werden und einfachen Fußball spielen, dann geht es noch leichter“, sagte er. Passend dazu fiel auch sein Urteil über die Spielleitung nüchtern aus: „Unter dem Strich hat das gepasst.“ Mit dem 3:1 bleibt Mehrnbach nach fünf Runden und 15 Punkten an der Spitze, nimmt aus einem engen Derby also nicht nur drei Zähler, sondern auch die nächste Bestätigung mit.