In der 1. Klasse Süd-West hat Union Aspach-Wildenau am Sonntag zuhause gegen UFC Lasco Lochen mit 1:2 verloren. Trainer Peter Richter sah eine intensive Partie auf Augenhöhe, in der nach dem 1:1 viel für den nächsten Treffer sprach. Genau den setzte Lochen nach der Pause und nahm damit drei enge, aber aus seiner Sicht nicht unverdiente Punkte mit.

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Richter hatte die Partie vom Anpfiff weg als intensive Begegnung mit Chancen auf beiden Seiten erlebt, und der Spielstand stützt diese Einschätzung. Lochen ging schon in der 7. Minute durch Lucian Stolojescu mit 1:0 in Führung. Die Antwort der Gastgeber ließ aber nicht lange auf sich warten, denn Rasim Daudbasic stellte in der 20. Minute auf 1:1. Damit war die Richtung für den weiteren Nachmittag vorgegeben: kein einseitiges Spiel, sondern ein offener Schlagabtausch, in dem sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen konnte. Mit dem 1:1 ging es auch in die Pause, und genau dieses Zwischenresultat passte zu einer ersten Hälfte, in der laut Richter beide Mannschaften ihre Momente hatten und in der sich schon früh abzeichnete, dass diese Partie bis zum Ende eng bleiben würde.
Nach dem Ausgleich sei für ihn viel vom nächsten Treffer abgehangen, erklärte der Lochener Trainer sehr deutlich. "Nach dem 1:1 war klar: Wer das nächste Tor macht, wird sicherlich einen Vorteil haben und das Ding wahrscheinlich über die Bühne bringen", sagte Richter. Dieses Tor fiel dann in der 59. Minute erneut durch Stolojescu. Richter beschrieb die Szene so: "Der Ball kommt in die Tiefe auf Lucian Stolojescu, der mit dem Rücken zum Tor am Sechzehner steht, sich um den Gegenspieler dreht und dann ins linke Eck einschiebt." Für Lochen war das in einem Spiel auf Augenhöhe der entscheidende Moment. Richter betonte aber zugleich, dass Aspach-Wildenau auch nach dem 1:2 gefährlich blieb und die Partie weiterhin "in beide Richtungen kippen" hätte können. Gerade deshalb ordnete er den Sieg nicht als klare Angelegenheit ein, sondern als Erfolg in einer Begegnung, in der Kleinigkeiten den Ausschlag gaben.
Gerade weil die Partie so eng war, wollte Richter den Erfolg auch nicht größer machen, als er war. "Es hätte so und so ausgehen können. Es war ein Spiel auf Messerschneide", sagte er. Dass Lochen am Ende vorne blieb, führte er vor allem auf den gemeinsamen Auftritt seiner Mannschaft zurück. "Als Kollektiv sind wir gut aufgetreten. Der Kampfgeist stand im Vordergrund. Die Mannschaft hat sich dagegen gestemmt und wollte den Sieg unbedingt haben." Ganz fertig ist die Entwicklung für ihn aber noch nicht. Im Ausspielen mancher Situationen und in der Verwertung der Chancen sieht der Trainer weiter Verbesserungspotenzial. Dass seine Mannschaft nach hinten raus durch Julian Maislinger zu zwei richtig guten Möglichkeiten und durch Sebastian Schickbauer zu einer weiteren kam, zeigte einerseits, dass Lochen auch in der Schlussphase noch nachlegen konnte, andererseits aber ebenso, dass bei der Chancenverwertung noch mehr drin gewesen wäre.
Lob hatte Richter trotz der drei Punkte auch für den Gegner übrig. Vor allem in der Offensive habe Aspach-Wildenau "eine sehr hohe Qualität", sagte er und verwies besonders auf die Besetzung der Außenbahnen und des Sturms, wo "richtig was passiert" und es "sehr, sehr schwer" sei, dagegen zu verteidigen. Für den Lochener Trainer ist deshalb klar, dass die Gastgeber bei solchen Auftritten nichts mit den unteren Tabellenregionen zu tun haben werden. Diskussionen um den Unparteiischen gab es seiner Aussage nach ebenfalls keine. "Es war ein ganz normales Fußballspiel mit vielen Zweikämpfen, sehr intensiv, und es war alles in Ordnung." Für Lochen selbst sprach Richter nach dem Auswärtssieg von einem "leichten Flow", verband das aber gleich mit einer klaren Forderung. Auf einzelnen Positionen und in gewissen Spielabschnitten müsse sich seine Mannschaft noch sukzessive verbessern. Mit nun zehn Punkten aus fünf Runden ist die Ausgangslage für die nächsten Wochen dennoch eine gute.